Eklat um Richter-Kandidatin löst Krise aus

Israel_ Klingbeil will von Merz außenpolitische Wende, um Koalitionskrise zu beende

Nun vollzieht Merz selbst eine 180-Grad-Wende, die in der CDU als Verrat an der deutsch-israelischen Staatsräson wahrgenommen wird.

Nach dem Rückzug von Richter-Kandidatin Frauke Brosius-Gersdorf und einem Drohbrief von SPD-Fraktionschef Matthias Miersch an die CDU steht die Koalition am Rande des Bruchs. Vize-Kanzler Lars Klingbeil forderte von Bundeskanzler Friedrich Merz wohl ein »großes Opfer«, um die Zusammenarbeit zu retten. In einer geheimen Unterredung einigten sich beide auf ein Waffenembargo gegen Israel – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen.

Merz' Alleingang: Keine Absprache mit Partei oder Kabinett

Die Entscheidung fiel im kleinsten Kreis, ohne Rücksprache mit CSU-Chef Markus Söder oder dem Kabinett. Merz verkündete die historische außenpolitische Kehrtwende kurz und bündig auf X, während viele in der Union im Urlaub waren. Dieses Vorgehen deutet auf eine Geheimoperation hin, die bewusst ohne parteiinterne Abstimmung durchgezogen wurde. Es erinnert an Merz’ Alleingang bei der Stromsteuer und zeigt, wie stark er unter Druck steht.

Erpressung durch Klingbeil?

In der Union wächst die Überzeugung, dass Merz durch ein Ultimatum Klingbeils zur Kehrtwende gezwungen wurde. Vertraute des Kanzlers berichten von seiner Angst, als »Kurz-Kanzler« in die Geschichte einzugehen. Klingbeil scheint diese Schwäche gezielt auszunutzen. Die SPD-Fraktion feierte die Entscheidung umgehend auf X und betonte, Merz folge ihren Forderungen.

Bruch mit der eigenen Linie

Die Entscheidung steht in krassem Widerspruch zu Merz’ früheren Aussagen. Als Oppositionsführer kritisierte er Olaf Scholz scharf im Bundestag: »Was sind Ihre Solidaritätsbekundungen für Israel wert, wenn Sie dem Land wesentliche Hilfe verweigern?« Nun vollzieht Merz selbst eine 180-Grad-Wende, die in der CDU als Verrat an der deutsch-israelischen Staatsräson wahrgenommen wird.

Deutsch-israelisches Verhältnis steht vor einer Zerreißprobe

Die Union ist geschockt, das deutsch-israelische Verhältnis steht vor einer Zerreißprobe. Viele in der CDU sehen in Merz’ Handeln einen verzweifelten Versuch, seine Kanzlerschaft zu retten. Doch der Preis könnte hoch sein: Nicht nur die Koalition wankt, sondern auch das Vertrauen in Merz’ Führungsstärke schwindet.


Sven von Storch

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