Manchmal wirken politische Stellungnahmen so sinnfrei und aus der Zeit gefallen, dass man zweimal hinhören muss, um es zu glauben.
Deutschland leidet derzeit unter dem Erbe Merkels. Denn es war Merkel, die 2015 die Grenzen geöffent und den Weg zum Atomausstieg bereitet hat. Die Ampel-Koalition setzt diesen Weg (in beschleunigter Form) fort.
Die Menschen, die sich einen Regierungswechsel herbeisehnen, wollen einen Abschied von der Ampel-Politik und damit auch von der Merkel-Politik.
Doch Daniel Günther scheint das Gegenteil zu wollen. Er ist tatsächlich der Meinung, dass sich die Union wieder mehr an der Merkel-Politik orientieren sollte [siehe Bericht »Spiegel«].
Wörtlich sagte Günther unter anderem: »Es gibt zum Beispiel viele unzufriedene Grünenwähler, die durchaus wechselbereit wären. Wir sollten sämtliche Wählerinnen und Wähler, die wir unter Angela Merkel angesprochen haben, an uns binden. Angela Merkels Kurs der Mitte war ihr Erfolgsrezept.«
Außerdem zeigte sich Günther offen gegenüber dem politischen Umgang mit der Linkspartei [siehe Bericht »Tagesschau«]. Die Linke sei im Gegensatz zur AfD keine Gefahr für die Demokratie, findet Günther.
Seine Aussagen stießen auf Kritik auch aus den eigenen Reihen.


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