Wie die New York Times, Welt-Online/24, Spiegel-Online, Al-Arabiya und Al-Jazeera berichteten, hat die lang geplante Großoffensive gegen den "Islamischen Staat" (IS) in Mossul begonnen. Es wird voraussichtlich die größte Militäroperation seit dem Beginn des Irakkrieges 2003 werden. Die irakischen Regierungstruppen und kurdischen Peschmerga zeigen sich angeblich siegessicher, heißt es. Unterstützt werden sie von den USA aus der Luft. Rund 25.000 Soldaten sollen an der Operation beteiligt sein. Angegriffen werde aus verschiedenen Richtungen, heißt es. Auch türkische Truppen sollen sich in der Nähe aufhalten.
Mossul am Tigris ist die bedeutendste Stadt Kurdistans. In der Nähe liegen die wichtigsten Erdölreserven des Irak. 2014 hatten die Milizen des "Islamischen Staates" (IS) die Stadt besetzt und ein Terrorregime eingeführt. Die Bewohner von Mossul leben in Angst und Schrecken, weil selbst harmlose Vergehen mit drakonischen Strafen geahndet werden.
Jetzt hofft man, dass die Zivilbevölkerung durch die Offensive so wenig wie möglich in Mitleidenschaft gezogen wird. Das Horrorszenario wäre eine Wiederholung der Szenen wie in Aleppo. Es besteht die Gefahr, dass die Terroristen sich hinter Zivilisten verschanzen.


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