AfD hat sich als stärkste Kraft bei den sogenannten sicheren Wählern etabliert

INSA-Chef: AfD hat sich etabliert und das Potenzial Mehrheiten zu erringen

Demoskopische Umfragen deuten darauf hin, dass die früher fast undurchdringliche Brandmauer gegen die AfD bröckelt und sich die politischen Grenzen verschieben, konstatiert der INSA-Chef Hermann Binkert im Interview mit "Apollo News".

INSA-Chef Binkert
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[Siehe hierzu das Video mit dem INSA-Chef im Interview bei "Apollo News" auf YouTube HIER]


Deutschland bewegt sich derzeit durch politisch unruhige Zeiten. Es werden Sorgen um die Stabilität der Bundesregierung geäußert sowie Fragen aufgeworfen, wie es um die Stimmung in der Bevölkerung bestellt ist und welche Alternativen sich abzeichnen. 

In diesem Zusammenhang interviewte Apollo News den INSA-Chef Hermann Binkert. Der Gründer und Geschäftsführer des führenden Meinungs- und Sozialforschungsinstituts hat jüngt das Buch "Wie Deutschland tickt" veröffentlicht hat. 

Interessenverbände zeigen mehr Gesprächsbereitschaft gegenüber der AfD

Aktuell hat der Bundesverband der Familienunternehmen Kritik dafür erhalten, dass er bereit ist, mit der AfD Gespräche zu führen.

Binkert zeigt sich verwundert über diese Debatte. Es sei völlig legitim und sogar geboten, dass solche Verbände mit allen relevanten politischen Kräften ins Gespräch kommen, um ihre Überzeugungen und Erwartungen vorzutragen.

Wirtschaftliche Sorgen und Stimmung in der Bevölkerung

Es gibt eine grundlegende Unzufriedenheit in wirtschaftsliberalen Kreisen mit der aktuellen Regierung, vor allem in den Bereichen Wirtschafts- und Migrationspolitik. Binkert beschreibt einen Stimmungsumschwung: Viele Menschen fühlen sich nicht mehr automatisch vor wirtschaftlichen Einbrüchen geschützt und erkennen, dass es auch sie selbst hart treffen kann. Er betont, dass es nicht mehr ausreicht, optimistische politische Botschaften zu verbreiten; vielmehr brauche es konkrete politische Maßnahmen, die spürbare Verbesserungen im Alltag der Menschen bewirken.

Aktuelle Umfragewerte und die Position der AfD

Binkert legt die neuesten Umfragedaten vor. Die AfD liegt stabil bei 26 Prozent und hält diesen Wert seit mehreren Wochen. Ihr Potenzial wird sogar mit 33 Prozent beziffert, was bedeutet, dass ein erheblicher Teil der Wähler sie bei künftigen Wahlen durchaus in Betracht zieht. Besonders bemerkenswert ist, dass die AfD sich als stärkste Kraft bei den sogenannten sicheren Wählern etabliert hat – ein deutlicher Erfolg im aktuellen politischen Umfeld.

Veränderte Wahrnehmung der AfD

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger sind bereit, die AfD als ernstzunehmende Option zu betrachten. Der Anteil der Menschen, die die Partei kategorisch ablehnen, nimmt spürbar ab. 

Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass die früher fast undurchdringliche Brandmauer gegen die AfD bröckelt und sich die politischen Grenzen verschieben.

Veränderungen in der Wählerdemografie

Die typische AfD-Wählerschaft ist nach wie vor stark in Ostdeutschland und bei den 30- bis 60-Jährigen verankert. Auffällig ist jedoch ein neuer Trend: Auch immer mehr Jüngere unter 30 Jahren tendieren zur AfD oder zur Linken – ein deutlicher demografischer Wandel. 

Bei den Älteren bleibt die Union weiterhin die stärkste Kraft, doch insgesamt verändert sich das Bild der Wählerpräferenzen, vor allem bei den jüngeren Generationen.

Koalitionsdynamik und öffentliche Stimmung

Thema sind auch die internen Konflikte in der Ampel-Koalition, etwa beim Rentenpaket und dessen Folgen für jüngere Generationen. 

Binkert macht deutlich, dass die aktuelle Regierung selbst bei Anhängern der Regierungsparteien schlecht abschneidet und die allgemeine Unzufriedenheit mit dem politischen Klima groß ist. Gleichzeitig zeigt sich Verständnis in der Bevölkerung dafür, dass bestimmte unpopuläre Maßnahmen langfristig notwendig sein könnten, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern.

Altparteien suchen verzweifelt nach Strategien gegen die AfD

Die etablierten Parteien suchen nach Wegen, die AfD zu schwächen. Die CDU etwa setzt darauf, die Unterschiede zur AfD besonders stark zu betonen. Binkert hält das für den falschen Ansatz. Parteien sollten sich vielmehr darauf konzentrieren, selbst attraktiver zu werden, anstatt nur die Konkurrenz schlechtzumachen. Der bessere Weg sei, die wirklichen Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und überzeugende eigene Lösungsvorschläge zu präsentieren.

CDU/CSU und SPD sorgen sich vor Neuwahlen

Die etablierten und linken Parteien haben eine gewisse Angst vor möglichen Neuwahlen und der Frage, ob die AfD daraus noch stärker hervorgehen könnte. 

Laut aktuellen Umfragen hätte die AfD die realistische Chance, bundesweit stärkste Kraft zu werden – ein Szenario, das bei den etablierten Parteien erhebliche Besorgnis auslöst. In einzelnen Bundesländern könnte sie sogar parlamentarische Mehrheiten erreichen. 

Sven von Storch

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Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

26.11.2025 | 11:59

... „Die etablierten Parteien suchen nach Wegen, die AfD zu schwächen“ ...

Jedoch: Schon anno 23 stellte „sich nicht wenigen die Frage, ob die politische Zusammenarbeit mit der AfD die Ausnahme bleibt oder zur Norm werden wird“! https://www.diw.de/de/diw_01.c.881264.de/publikationen/diw_aktuell/2023_0089/das_afd-paradox_und_die_politische_naehe_zu_anderen_parteien__die_meisten_ueberschneidungen_gibt_es_mit_der_union.html 

Allerdings kam dann dieses https://schurken.fandom.com/de/wiki/B%C3%B6ser_Friederich samt seiner „Brandmauer“ und ihren Folgen!!! https://www.dw.com/de/brandmauer-asyl-abstimmung-bundestag-friedrich-merz-v2/a-71455738 

Am meisten aber sorgt sich die globalistische Fremdherrschaft, weil ihr durch das Erstarken der AfD die Befehlshoheit über Deutschland (und mehr oder weniger auch über Europa!) entgleiten könnte.

Ich sehe die Möglichkeit, die absolute Mehrheit zu erlangen, am ehesten in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Vermutlich würden 42 % Wählerstimmen ausreichend sein, da die Grünen, die FDP und wohl auch der BSW nicht über 5 % kommen wird. Es ist gerade der Niedergang der Ost-CDU, der durch die Deinstrialisierungspolitik von Außenkanzler Merz weiter fortschreitet. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die CDU in ein Feindbild gegen Russland festgerannt hat. Letztlich unterstützt die CDU damit die Anschläge gegen die Nordstreampipeline, die in erster Linie der große Sabotageakt gegen Ostdeutschland war. Ostdeutschland hatte vorher günstigen Zugang zu russischen Gas und Öl und andere Rohstoffe und gute Handelsbeziehungen zu den Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

FuerDie Wahrheit

28.11.2025 | 06:25

Als ehemaliges CDU Mitglied frage ich mich schon lange, FÜR wen die die CDU/CSU regiert. Mal von den Sonntagsreden abgesehen. Die Regierungen der letzten 30 Jahre lassen sich doch nur noch von Lobbyisten aus der ganzen Welt leiten. Sie versprechen Parteimitgliedern und Wählern dies und beschließen anderes -oft das Gegenteil. Das ganze ist dann "alternativlos" oder "der Koalition unterworfen". Dafür braucht es keine "Demokratie". 

Deutschland hat ein ernstes Problem mit seiner Parteiendemokratie. Die AfD ist gut beraten, seine Mandatsträger an der kurzen Leine zu halten. Sonst wird sie -einmal an der Macht- den gleichen Weg gehen, wie alle anderen Parteien.

Wir brauchen eine Direkte Demokratie in Deutschland.

Aufgepasst, entscheiden ist nicht was/wer gewählt wird, aber wer die Stimmen zählt 

Mögen sich die letzten Gratwanderer, die diesen Artikel hier lesen, vollends motiviert fühlen, endlich die AfD zu wählen/zu unterstützen und damit Deutschland zu retten... und damit letztlich auch sich selbst.
Die wenigen Hardcore-Linken (geschätzt 3%), welche weiterhin stur ihren Untergang wählen werden, die werden dann zwar leider mit gerettet, doch in diesem Fall heiligt der übermehrheitliche Zweck die nötigen Mittel. Vielleicht haben wir dann (nach der Wende) irgendwann ja wieder ein funktionierendes Gesundheitssystem, in welchem Manche vielleicht doch noch psychisch behandelt und halbwegs rehabilitiert werden können... auch wenn ich befürchte, dass der extremlinke Z-ombie-Virus bis zum Lebensende im infizierten Körper / Hirn verbleibt...

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