Die US-Amerikaner zahlen für die Corona-Maßnahmen einen hohen Preis. Einen solchen schnellen Anstieg der Arbeitslosigkeit hat es in den USA seit der großen Depression nicht mehr gegeben. Innerhalb von nur fünf Wochen haben sich insgesamt 26 Millionen US-Amerikaner neu arbeitslos gemeldet [siehe Berichte »MSNBC« »T-Online«]. Allein in der letzten Woche waren es 4,4 Millionen, die einen Erstantrag auf Arbeitslosenunterstützung gestellt haben. Und in der Woche zuvor waren es 5,2 Millionen.
Damit stieg die Arbeitslosigkeit in den USA auf bis zu 15 Prozent, genauere Zahlen werden von Amtswegen zeitverzögert veröffentlicht. Und ein Ende der Tragödie ist nicht in Sicht. Besonders fatal: Viele Amerikaner sind während ihrer Arbeitslosigkeit nicht (ausreichend) krankenversichert. In Zeiten einer Virus-Pandemie ist das besonders problematisch.
Problematisch ist auch, dass die Amerikaner eine geringe Sparrate haben. Sprich: Sie haben wenig Erspartes, wenig Reserven. Wenn der Geldfluss unterbrochen ist, entsteht schnell eine Notsituation. Hinzu kommen die vielen Schulden, die US-Haushalte angehäuft haben. Zusätzlich kommt das Problem, dass 40 Millionen Amerikaner (für westliche Industrielandverhältnisse) unterhalb der Armutsgrenze leben [siehe Bericht »FAZ«]. Die Lebenshaltungskosten, die Mieten und die Gesundheitsversorgung sind für Geringverdiener nicht zu bezahlen. Sie trifft es besonders hart. Wenn dann noch die 26 Millionen neuen Arbeitslosen hinzukommen, entsteht viel Druck für gesellschaftliche Verwerfungen.
Die Lage in den USA zeigt auch, wie wichtig es ist, Reserven und Erspartes zu haben. Hier liegen die Deutschen mit ihrer Spar-Mentalität noch vor den Amerikanern. Aber angesichts der EZB- und EU-Politik, die permanent an das Ersparte der Bürger will, drohen uns auch bald amerikanische Verhältnisse. Die Corona-Krise zeigt, dass man es soweit nicht kommen lassen darf.


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