In den USA formiert sich ein breiter Protest gegen den Bau riesiger Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Eine aktuelle Gallup-Umfrage zeigt, dass 71 Prozent der Amerikaner solche Anlagen in ihrer Nähe ablehnen. Gleichzeitig stoßen viele Projekte auf erhebliche bauliche und infrastrukturelle Hürden.
Die Empörung wächst landesweit. Politiker kandidieren mit dem Versprechen, Daten-Zentren zu stoppen. Mehrere Countys und Bundesstaaten haben Gesetze vorgeschlagen oder verabschiedet, die den Bau einschränken oder vorübergehend verbieten.
In New York und Texas gibt es bereits zeitlich begrenzte Moratorien. Bundesweit haben sich Hunderte Bürgerinitiativen gegründet. Im Juli 2026 fanden an einem einzigen Tag 142 Protestaktionen in 42 Bundesstaaten statt. Besonders betroffen sind Texas, Georgia und Kalifornien.
Kritiker monieren den enormen Verbrauch von Strom und Wasser, steigende Energiepreise, Lärm und den Verlust von Landschaft.
Geplante Gigantomanie trifft auf die Realität
Die Pläne der Tech-Konzerne sind gewaltig. Ende 2025 existierten in den USA laut Stanford AI Index Report 5427 Daten-Zentren. Unternehmen haben weitere 3969 Anlagen angekündigt. Davon befinden sich derzeit nur 802 im Bau. Experten rechnen damit, dass ein großer Teil der Vorhaben nie realisiert wird.
Entwickler stellen häufig parallel Anträge an mehreren Standorten und wählen später die besten aus. Der Columbia-Professor Stijn Van Nieuwerburgh schätzt, dass von den geplanten 565 Gigawatt Rechenleistung langfristig nur rund 180 Gigawatt tatsächlich gebaut werden. Dennoch würde selbst diese Menge Investitionen in Höhe von etwa zehn Billionen Dollar bedeuten.
Material, Strom und Arbeitskräfte fehlen
Die Bauverzögerungen nehmen zu. Historisch gingen rund 72 Prozent der geplanten Kapazitäten pünktlich online. Bei den aktuellen KI-Projekten bis 2028 dürfte es laut Goldman Sachs nur etwa die Hälfte schaffen. Viele Vorhaben, die 2027 fertig sein sollten, sind noch gar nicht gestartet. Gründe sind knappe Baumaterialien, Lieferengpässe bei spezialisierten Chips von TSMC sowie vor allem der Strombedarf.
Daten-Zentren verbrauchen bereits rund acht Prozent des US-Stroms. Bis 2028 könnte der Anteil auf zwölf Prozent steigen. Viele Betreiber wollen eigene Kraftwerke errichten, doch die Wartezeiten für Transformatoren und Turbinen haben sich verdreifacht. Gleichzeitig fehlen Hunderttausende Fachkräfte: Elektriker, Schweißer und Installateure.
Trotz aller Schwierigkeiten steigt die Bautätigkeit weiter. Die Ausgaben für den Bau von Daten-Zentren kletterten im Juni 2026 um sieben Prozent auf 68,3 Milliarden Dollar und lagen 46 Prozent über dem Vorjahreswert. Ein einziges modernes KI-Campus-Projekt kann rund acht Milliarden Dollar kosten. Die Investitionen treiben nach Einschätzung von Notenbankern sogar die Inflation.
Genehmigungen als größter Bremsklotz
Öffentlicher Widerstand und strenge Genehmigungsverfahren erweisen sich als besonders wirksam. In etlichen Kommunen wurden Projekte gestoppt oder verzögert. Allein im ersten Quartal 2026 blockierten oder verzögerten Proteste Vorhaben im Wert von rund 130 Milliarden Dollar. Die Opposition ist parteiübergreifend. Sowohl Demokraten als auch Republikaner äußern Bedenken.
Während die Tech-Branche auf die strategische Bedeutung der KI-Infrastruktur verweist, fordern Bürger mehr Mitbestimmung und den Schutz lokaler Ressourcen.Der geplante Boom der künstlichen Intelligenz stößt damit auf unerwartete Grenzen. Viele der angekündigten gigantischen Anlagen bleiben vorerst Pläne auf dem Papier.


Comments
Umso seltsamer ist es, daß…
Umso seltsamer ist es, daß soviele Investoren anscheinend bereit sind, Milliarden für solche gigantische Anlagen zu investieren. Wie soll sich das jemals auszahlen - noch dazu, wo offensichtlich Überkapazitäten im Entstehen sind?
Sollen die alle unsere kompletten Daten erfassen und an "Big Brother" liefern?
Das wird in Bunte Land nicht…
Das wird in Bunte Land nicht passieren, da steht dann der Klimaschutz hinten an. Das welke Gemüse spielt lieber Krieg und überlegt sich immer neue absurde Klimagesetze um das Volk zu schikanieren und dabei merken sie gar nicht das ihre Klimalüge immer mehr zusammenbricht. Aber der doofe eingelullte Michel jubelt denen ja noch bei der Wahl mit Fähnchen zu, ich glaube das ist ihnen sehr gut gelungen eine ganze Generation zu verblöden, ich hoffe das das Volk langsam wach wird.
JEDES Wort, das auf einer PC…
JEDES Wort, das auf einer PC-Tastatur, auf einem Tablet, auf einem Smartphone getippt wird, JEDES Gespräch, das an Telefonen, in Autos, in Gaststätten etc. geführt wird, ALLES DAS soll durch die KI-Centren laufen, dort "gefiltert" und dann geahndet werden, wenn die KI Wörter liest oder hört, bei denen sie "Big Brother" sofort informieren soll. Nur deshalb müssen diese extrem umweltschädigenden Kolosse nun überall aus dem Boden gestampft werden, ohne Rücksicht auf die heilige Kuh "Klima" und sonstige den Grünen heilige Kühe. Und diese Grünen schweigen dazu, weil sie es ganz toll finden, was die KI dann alles abhören wird ... Schöne neue Welt.
Nüscht umsonst !
Tja bei Satan jibt´s auch nüscht umsonst !
Künstliche Intelligenz kostet halt viiiiiel Wasser.
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