Innenminister in Merkels Schatten

Horst Seehofer hat nichts mehr zu sagen

Merkel will, dass Maaßen geht. Die Einschätzung des Bundesinnenministers Horst Seehofer, der Maaßens oberster Dienstherr ist, soll keine Rolle mehr spielen. Merkel hat entschieden. Wieder einmal zeigt sich, dass Seehofers Rolle in der Union und Regierung kaum noch Gewicht hat.

Freie Welt

Horst Seehofer hat als Bundesinnenminister und CSU-Grande nichts mehr zu melden. Jedenfalls nicht, wenn es um wichtige Entscheidungen geht. Eigentlich ist Horst Seehofer als Bundesinnenminister der oberste Dienstherr von Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen. Es wäre also zuvorderst seine Aufgabe, über das weitere Schicksal Maaßens zu bestimmen.

Doch Merkel hat das Machtwort gesprochen. Wie die »Welt« berichtete, spielt die Einschätzung von Horst Seehofer keine Rolle mehr. Merkel hat bereits entschieden. Und die SPD-Politiker der Großen Koalition, wie Andrea Nahles, klatschen ihr Beifall.

Immer wieder zeigt sich, wie Horst Seehofer gegen Merkel zwar medienwirksam verbal aufmuckt, doch am Ende stets einknickt. Man sieht, dass Seehofers Wirken keinen maßgeblichen Einfluss mehr auf die Berliner Politik hat.

Auch beim aktuellen Parteitag der CSU bot Seehofer eine schlechte Figur. Die »FAZ« kommentierte: »Der CSU-Vorsitzende, in seiner Partei einst als Erfolgsgarant geschätzt, hat den Respekt der eigenen Leute verloren.«

Sven von Storch

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