Sie surfen im Internet, chatten über politische Themen und bringen diese mit ihren Protesten auf die Straße. Die Jugendlichen und Studenten von Hongkong sind politisch aktiv und stehen größtenteils dem Regime in Peking oppositionell gegenüber.
Der KPCh sind die Jugendlichen in Hongkong schon lange ein Dorn im Auge. Die Demonstrationen und Proteste gegen die Überwachung und Zensur durch die KPCh-treue Stadtregierung haben Chinas Image geschadet, fürchtet Peking. Außerdem will die Kommunistische Partei keinen kritischen Zeitgeist entstehen lassen, der sich von Hongkong über andere Teile Chinas ausbreiten könnte.
Ebenfalls den Studenten und Jugendlichen gegenüber kritisch eingestellt ist die Regierungschefin von Hongkong, Carrie Lam. Sie folgt linientreu der KPCh und gilt unter Hongkongern als Marionette Pekings. Ihren Amtseid hatte sie direkt bei Xi Jinping abgelegt. Dementsprechend hatte es auch im Rahmen ihrer Amtsernennung Proteste in Hongkong gegeben.
Nun will Carrie Lam verstärkt gegen politisch oppositionelle Tendenzen unter den Hongkonger Jugendlichen vorgehen. Diese sollen stärker überwacht werden. Nicht nur durch Zensur im Netz, sondern auch durch das wachsame Auge der Eltern, Lehrer, Pastoren, Jugendämter, Sozialarbeiter und so weiter sollen die Jugendlichen genauestens beobachtet und kritische Fälle den Behörden gemeldet werden. Es ist der Beginn der Denunziationskultur, wie sie schon anderen Teilen der Volksrepublik besteht.


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