Ein Land zwei Präsidenten: Zum einen der sozialistische Präsident Nicolas Maduro, der von vielen Staaten nicht mehr anerkannt wird und gegen den die Bürger des Landes zu Hunderttausenden auf die Straße gehen, und zum anderen der Parlamentspräsident Juan Guaido, der vom Parlament zum Interimspräsidenten ernannte wurde, um Neuwahlen einzuleiten. Guaido ist inzwischen von der EU und den USA anerkannt.
An der Seite Maduros stehen noch die Regierungen von Mexiko, Kuba, der Türkei und Russland. China hatte sich lange auf der Seite Maduros gehalten. Doch jetzt scheint man davon auszugehen, dass sich das Blatt in Venezuela bald wenden wird. Die Chinesen sind wohl pragmatisch: Entweder halten sie sich raus oder sie betreiben Diplomatie nach pragmatischen Gesichtspunkten.
Wie die »FAZ« berichtete, rückt China heimlich von Nicolas Maduro ab. Peking hat Gespräche mit Juan Guaido aufgenommen. Nach berichten des »Wallstreet Journal« sollen die Chinesen schon seit einiger Zeit Kontakt mit der Opposition haben.
Venezuela hat noch massive Schulden bei den Chinesen: beispielsweise Öllieferungen im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar.


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