Klimaktivisten demonstrieren gegen Autoindustrie

Hass auf's Auto_ Linker Aktvismus gefährdet Industriestandort Deutschland

Während der IAA sind Klimaktivisten, NGOs und Autogegner mehrfach durch Demonstrationen und Medien-Aktionen aufgefallen. Der zunehmende Hass auf die Autoindustrie könnte Deutschland teuer zu stehen kommen. Denn kaum ein Land hängt so an der Autoindustrie wie Deutschland.

Deutschland ist kein Land der Rohstoffe. Wir haben nur wenig eigene Ressourcen. Wir können auch nicht von der Landwirtschaft allein leben. Der Dienstleistungssektor reicht ebenfalls nicht aus, um die Wirtschaft am Laufen zu halten.

Deutschland ist nur aufgrund seiner Industrie und Ingenieurskunst zur Weltwirtschaftsspitze aufgestiegen. Der Aufstieg begann bereits mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und gründete auf der jahrhundertealten Tradition des organisierten Handwerkswesens.

Im 19. Jahrhundert waren es vor allem der Maschinenbau und die Autoindustrie, die Deutschlands wirtschaftliches Rückgrat bildeten. Immerhin wurde in Deutschland das Auto erfunden. Volkswagen, Porsche, BMW und Audi sind zu Weltmarken geworden. An der deutschen Autoindustrie hängt eine umfangreiche Zulieferer-Industrie. Hunderttausende Arbeitsplätze hängen vom Wohlergehen der deutschen Autoindustrie ab.

Das alles scheint die jungen Klimaaktivisten wenig zu berühren. Sie nehmen den Wohlstand Deutschlands als Selbstverständlichkeit hin, wollen ihn sogar weltweit verteilen, haben aber keinen Plan, wie sich der Wohlstand halten lassen kann.

Auf der IAA haben sich verschiedene Gruppen demnach aus so manches einfallen lassen, um mit Demonstrationen und Aktivismus gegen das Auto zu glänzen. In Teilen der Bevölkerung wird ein regelrechter Hass auf die Autoindustrie geschürt. Der Autoindustrie könne man nicht trauen, heißt es. Die Autoindustrie stelle »Klimakiller« her. Kurz: Die Autoindustrie ist böse. Sie ist zu einem Ersatz für den alten »Klassenfeind« geworden.

Dabei sind der Wahn um das Elektroauto und der Hass gegen den Verbrennungsmotor völlig überzogen und irrational. Deutschland stellt die saubersten und modernsten Verbrennungsmotoren her. Dort würde es noch viel Spielraum geben. Außerdem gibt zahlreiche alternative Treibstoffe, die im Verbrennungsmotor genutzt werden könnten. Warum also hier nicht weiter investieren?

Zunehmend wird die Öffentlichkeit gewahr, um was für einen Wahn es bei der CO2-Debatte geht und wie das der deutschen Autoindustrie schadet [siehe auch Bericht »Welt«]. Die Technologiefeindlichkeit vieler junger Deutscher könnte den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland gefährden. In den USA und in Ost-Asien ist man weniger technologiefeindlich gesinnt. Von dort werden die meisten Innovationen kommen. Deutschland wird das Nachsehen haben. 

Sven von Storch

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