Während auf der einen Seite Politiker und Diplomaten um Friedenslösungen verhandeln, damit es nicht zum Schlimmsten kommt, machen die Falken der Politik (z.B. Friedrich Merz) und der Medien (besonders die BILD-Zeitung) Stimmung für eine endlose Verschärfung der Sanktionen und ein militärisches Eingreifen der NATO in den Ukraine-Konflikt. So hat Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner in der Bild gefordert, dass die wichtigsten NATO-Länder »mit ihren Truppen und Waffen in Kiew« der russischen Armee entgegentreten sollen.
»Die Bild will mit anderen Worten, dass die NATO wegen der Ukraine gegen Russland Krieg führt. Das ist nicht moralisch, sondern verantwortungslos. Ein solcher Krieg wäre weder regional noch hinsichtlich der Mittel zu begrenzen. Es ist absehbar, dass Deutschland ein Hauptkriegsschauplatz sein würde. Wir müssen lernen, unsere Emotionen zu kontrollieren, auch wenn wir großes Mitgefühl für die Menschen in der Ukraine empfinden.«
Selbst die NZZ ist entsetzt, wie die Axel-Springer-Presse den 3. Weltkrieg herbeiredet:
»Von allen guten Geistern verlassen: Europas mächtigster Verleger schreibt den dritten Weltkrieg herbei!«
Und weiter heißt es in der NZZ über den Kommentar des Axel-Springer-Chefs Mathias Döpfner:
»Der Verleger betreibt mit seiner hanebüchenen Forderung letztlich das Geschäft Russlands. Würde die Nato tatsächlich Truppen in die Ukraine entsenden, dann wäre es das grösste Propaganda-Geschenk an Putin: Schaut, der Westen ist genauso aggressiv, wie ich es immer gesagt habe. Würden einzelne Mitgliedsstaaten aus dem Bündnis ausscheren, dann wäre die Nato selbst – die seit Putins Aggression nach Jahren der Selbstzweifel endlich wieder weiss, wer sie ist – erledigt. Das wäre das ultimative Geschenk an den russischen Staatschef. Döpfner geht in seinen Überlegungen aber noch weiter. Wenn das – gemeint ist das Eingreifen des Westens in der Ukraine – geschehe und nicht schnell gelinge, drohe eine Eskalation bis zum dritten Weltkrieg.«


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