Senat verkauft 'Fair Grid' als Übergangslösung, obwohl zusätzliche Netzkapazitäten erst in den 2030ern in Aussicht stehen

Hamburger AfD prangert an: "Rot-Grün bestätigt faktischen Anschlussstopp für Hamburgs Wirtschaft"

"Stromanschlüsse werden künftig rationiert, während die Regeln dafür noch nicht einmal transparent vorliegen. Das gefährdet Ansiedlungen, Arbeitsplätze und Investitionen."

Stromnetz und Verteiler


Hamburg: Die Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage der AfD-Abgeordneten Peggy Heitmann und Dr. Joachim Körner zeigt erhebliche Engpässe im Hamburger Stromnetz (Drs. 23/4874). 

Hamburgs Strompolitik kommt mit der Realität nicht zurecht

Seit 2020 gingen bei den Hamburger Energienetzen 110 Großanschlussanfragen über 1,5 Megavoltampere (MVA) ein – also Anfragen mit besonders hohem Leistungsbedarf, etwa von Industrie, Ladeinfrastruktur, Rechenzentren oder Wärmepumpen.

Insgesamt wurden rund 4.800 MVA beantragt, vollständig zugeteilt wurden bislang jedoch nur 47 Anfragen mit rund 700 MVA. 45 Anfragen mit rund 2.100 MVA wurden zurückgezogen oder nicht weiterverfolgt. 

Künftig sollen neue Großanschlüsse über das Verfahren "Fair Grid" verteilt werden: Wenn mehr Leistung nachgefragt wird, als das Netz hergibt, sollen knappe Anschlusskapazitäten nach bestimmten Regeln aufgeteilt werden. 

Genau diese Regeln, Gewichtungen und Stichtage stehen laut Senat aber noch nicht fest. Auch eine öffentlich zugängliche Übersicht, an welchen Punkten im Stromnetz noch freie Kapazitäten für ansiedlungswillige Unternehmen bestehen, existiert nicht.

Faktischer Anschlussstopp für Hamburgs Wirtschaft

Dazu erklärt die energiepolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Peggy Heitmann:

"Rot-Grün bestätigt einen faktischen Anschlussstopp für Hamburgs Wirtschaft. Stromanschlüsse werden künftig rationiert, während die Regeln dafür noch nicht einmal transparent vorliegen. Das gefährdet Ansiedlungen, Arbeitsplätze und Investitionen. Besonders bemerkenswert ist: Der Senat verkauft 'Fair Grid' als Übergangslösung, obwohl zusätzliche Netzkapazitäten erst in den 2030er Jahren in Aussicht stehen. Das ist keine verlässliche Standortpolitik, sondern Mangelverwaltung. Wir fordern die unverzügliche Veröffentlichung der Vergabekriterien, eine öffentlich zugängliche Übersicht freier Anschlusskapazitäten für ansiedlungswillige Unternehmen und einen verbindlichen Ausbaupfad für die Netzverknüpfungspunkte mit 50Hertz. Ohne belastbares Stromnetz bleibt die rot-grüne Energie- und Wirtschaftspolitik ein Standorthemmnis."

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Comments

Ekkehardt Fritz Beyer

07.08.2026 | 09:04

... „Faktischer Anschlussstopp für Hamburgs Wirtschaft“ ...

Sieht dies im gesamten Bundesgebiet nicht ähnlich aus – weil sich diese elendig(?) russischen Saupreißen auch seit göttlichem(?) Betrug Deutschland nicht fügen wollen?! https://www.welt.de/politik/ausland/article242588461/Ukraine-News-Putin-fuehlt-sich-von-Deutschland-betrogen-und-ist-enttaeuscht-von-Merkel.html

Längst aber kam es ganz anders: Merkel gibt Polen und den baltischen Staaten Mitschuld an Putins Krieg!!! https://www.polskieradio.pl/400/7764/artykul/3589207,merkel-gibt-polen-mitschuld-an-putins-krieg

Wäre es deshalb nicht angebracht, dass Polen Deutschland nun mit in seinem in Kohlekraftwerken erzeugtem Strom versorgt???

Else Schrammen

07.08.2026 | 16:01

Leute, macht mal halblang. Die Grünen rackern sich seit Jahren ab, um Industrie und Wirtschaft in Deutschland den Garaus zu machen. Und da sollen ausgerechnet in dem Hamburger grünen Sumpf die Neuansiedlungen von Industrie und Gewerbe erwünscht sein?!

 

"Hamburger AfD prangert an: "Rot-Grün bestätigt faktischen Anschlussstopp für Hamburgs Wirtschaft" "

 

Genau, und Herr Harari bestätigt Westeuropa und Deutschland als "Vasall der USA". 

Aber nur keine Sorge, Herr Harari, schlimmer kann es zumindest für Deutschland als "Vasall der USA" eigentlich nicht mehr werden. 

Die Messe ist längst gelesen. Das Kind ist in den Brunnen gefallen. 

Mit freundlichen Grüßen

Menschundrecht 

 

 

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.