Bei den meisten politischen Fragen sind die Grünen das Gegenteil von der AfD. Diese beiden Parteien bilden die ideologischen Pole dieser Wahl. Alle anderen Parteien oszillieren dazwischen.
So ist es auch in der Migrationspolitik. Die Afd möchte die Migrations- und Asylpolitik fundamental ändern, die Grenzen entsprechend der Dubli-Regeln sichern und illegale Migranten abschieben.
Die Grünen sind (neben den Linken) diejenige Partei, die das genaue Gegenteil will. Die Grünen stellen sich vehement gegen die Forderungen der AfD. Die anderen Parteien sind zwischen diesen Polen hin- und hergerissen.
Beim Parteitag und Wahlkampfauftakt der Grünen haben sie ihre Haltung wieder unterstrichen. Immer wieder wetterten sie gegen die jüngsten Pläne von Friedrich Merz und Markus Söder.
Wie die BILD-Zeitung berichtet, wollen die Grünen an den bisherigen Asylregeln so wenig wie möglich ändern. Im Gegenteil: Der Familiennachzug soll sogar erleichtert werden, existierende Einscshränkungen sollen aufgehoben werden.
Die Grünen sind zudem gegen die Auslagerung der Asylverfahren in Drittstaaten. Auch das gegen Schlepper vorgegangen wird, wollen die Grünen verhindern. »Der Kriminalisierung der Seenotrettung oder humanitären Hilfe stellen wir uns entgegen«, heißt es.
Damit ist klar: Wenn Friedrich Merz mit den Grünen koalieren will, wird es schwierig, eine Einigung zu finden. Nur mit der AfD lässt sich eine strengere Asyl- und Migrationspolitik durchsetzen. Doch dem steht die Brandmauer entgegen.


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