UKIP-Partei innerlich gespalten

Großbritannien_ Nigel Farage verlässt UKIP

Nigel Farage, der »Vater des Brexit«, verlässt seine Partei. UKIP ist zurzeit innerlich gespalten und zerstritten. Grund ist eine Änderung der Themenausrichtung. Viele neue Mitglieder wollen das Thema Islam und Migration stärker auf der Agenda sehen.

Nigel Farage gilt vielen Briten als »Vater des Brexit«. Er hatte die UKIP-Partei groß gemacht und die Stimmung im Lande zugunsten des Brexit gekippt. Seitdem der Brexit per Referendum beschlossene Sache ist, fiel die UKIP-Partei wieder in der Wählergunst. Auch der Rückzug von Farage aus der führenden Parteiposition trug dazu bei.

Andere Themen sind nun in den Vordergrund gerückt, besonders seitdem Gerard Batten Kopf der Partei geworden ist. Die zunehmende Immigration und Islamisierung des Landes sorgt viele Bürger. Kürzlich ist der bekannte englische Aktivist Tommy Robinson Mitglied der Partei geworden. Der populäre Streiter hat viele Sympathien gewonnen, doch die Richtung der Partei geändert. Unter Farage war die Partei hauptsächlich wirtschafts-liberal. Das einzige, was die Partei im Gegensatz zu den anderen »revolutionär« machte, war der leidenschaftliche Einsatz für den Brexit.

Farage hat nun für sich die Konsequenzen gezogen und ist aus der Partei ausgetreten [siehe Bericht »BBC«]. Das ist für die Partei insofern zu verkraften, weil sich Farage sowieso aus der Tagespolitik zurückgezogen hatte. Doch sollte es mit dem Brexit doch noch einmal brenzlig werden, wird Farage wohl wieder gebraucht werden.

Sven von Storch

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