Starmer-Regierung in der Krise

Großbritannien nach Einschätzung der "Financial Times" am Abgrund der Selbstzerstörung

Großbritannien steuert auf die Selbstzerstörung zu. Eine Dekade politischer Instabilität, ständige Premierministerwechsel und fehlende langfristige Wirtschaftsplanung haben das Land in eine gefährliche Abwärtsspirale aus Misstrauen, Stagnation und Kapitalflucht getrieben.

Keir Starmer


London ringt mit einer doppelten Krise. Politische Instabilität und wirtschaftliche Stagnation gefährden das Land. Die "Financial Times" warnt vor einer fatalen Mischung, die das Vereinigte Königreich in den Ruin treiben könnte.

Eine Dekade voller politischer Fehlschläge

Seit David Cameron hat kein britischer Premierminister eine volle Amtszeit absolviert. Theresa May, Boris Johnson, Liz Truss und Rishi Sunak folgten rasch aufeinander. Keir Starmer regiert seit Juli 2024, doch auch er steht unter enormem Druck. 

Die jüngsten Turbulenzen zeigen, wie fragil die Regierung ist. Umfragen sehen Starmer als unbeliebtesten Premierminister seit Jahrzehnten. Skandale um Ernennungen und Rücktritte von Spitzenberatern verstärken das Chaos.

Ständige Umstrukturierungen lähmen die Politik

Jeder Regierungswechsel bringt neue Minister und Beraterstäbe mit sich. Informationen sickern durch, Politik wechselt schlagartig. Diese Dynamik behindert jede langfristige Planung. Initiativen für Wirtschaftswachstum brauchen Stabilität. Stattdessen dominiert Kurzfristigkeit. Das Fehlen von Wachstum verschärft die politische Lage weiter.

Wirtschaftliche Schwäche als Katalysator

Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im vierten Quartal 2025 nur um 0,1 Prozent. Für das Gesamtjahr lag das Plus bei mageren 1,3 Prozent. Die "Bank of England" senkte ihre Prognosen für 2026 auf 0,9 Prozent. Vor allen Dingen Dienstleistungen und Bauwirtschaft schwächeln. Investitionen bleiben aus, da Unternehmen auf stabile Verhältnisse warten.

Die Kombination aus politischer und wirtschaftlicher Krise ist ein Rezept für die Selbstzerstörung: So formuliert es die "Financial Times" treffend. 

Wie die jüngsten Turbulenzen gezeigt haben, wächst das Gefühl, dass die britische Regierung sehr leicht an Stabilität verlieren könnte. Wenn sich das Karussell weiter dreht, wird der globale Kapitalmarkt nicht mehr auf eine Erneuerung hoffen können. Stattdessen wird er die Neigung Großbritanniens zur Selbstzerstörung als gegeben hinnehmen und darauf reagieren.

Sven von Storch

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Kommentare

Zitat: Die "Financial Times" warnt vor einer fatalen Mischung, die das Vereinigte Königreich in den Ruin treiben könnte.

Und wieder einmal geht es um Finanzen ...nicht um Menschen ! Dennoch wurden Zeichen der Zeit verstanden ,denn es ist bereits nach Zwölf  und man erkennt den High Noon  ,die Kuckucks-Uhr schlägt dreizehn ........doch sie haben Augen ,-und sehen aber nicht ,sie haben Ohren und wollen nicht hören .( Denn sie lehnen sich gegen Gott auf  / Hesekiel 12 ).................zum Kuckkuck noch mal !

vor 19 Stunden ... Illegalen Migranten, die über den Ärmelkanal gekommen waren, wurden in Großbritannien die Smartphones weggenommen. Gericht hat geurteilt ... 1000 Pfund/Person Entschädigung, weil es der Sicherheit nicht gestattet war, ihre Identität und die Hintermänner aufzudecken.

GB ist nicht in der EU! (?) Warum hat GB dann eigentlich die EU verlassen? Oder hatten wir das Glück, dass GB die EU verlassen hatte?

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