Machen wir uns nichts vor: Auch Elektro-Autos müssen gebaut werden, brauchen zur Herstellung wertvolle Rohstoffe, brauchen Straßen und Parkplätze, verbrauchen Energie, erzeugen mit ihrer Reifenabnutzung Feinstaub, können Verkehrsunfälle verursachen usw. Der Umstieg auf die Elektro-Fahrzeuge wird vielleicht am Ende unterm Strich den CO2-Ausstoß der Autos etwas verringern, aber um so mehr sonstigen Schaden anrichten.
Vor allem: Der Krieg gegen Diesel-Fahrzeuge speziell und gegen Verbrenner im Allgemeinen, die Hetze gegen SUVs und Sportwagen, all das bekommt besonders die deutsche Automobilindustrie zu spüren. Mit Kleinwagen lässt sich weniger Geld verdienen. Die Gewinnmarge ist geringer.
Die Folge: In der Autoindustrie und in den Zuliefererbetrieben geht die Angst um: die Angst vor dem Verlust der eigenen Arbeitsplätze [siehe hierzu auch den Kommentar-Artikel auf »Cicero«]. Sollen die gut bezahlten Jobs in der Auto-Branche bald der Vergangenheit angehören? Dann schrumpft die Mittelschicht noch weiter. Und die Steuereinnahmen des Staates ebenso.
Es könnte sich bitter rächen, hinzunehmen, dass das Rückgrat der deutschen Wirtschaft einfach so nachhaltig geschwächt wird. Wenn Deutschland kein Wachstum mehr generiert, beginnen die Verteilungskämpfe in der Gesellschaft. Dann könnte es ungemütlich werden.
Doch die Fridays-for-Future-Aktivisten haben keinen Sinn für Ökonomie und nehmen ihren Wohlstand als selbstverständlich hin. Die Grünen profitieren davon. Aktuell betonte Grünen-Chef Habeck wieder, dass ihm die ganze Entwicklung viel zu langsam gehe und er so schnell wie möglich weg vom Verbrennungsmotor möchte [siehe Bericht »n-tv«]. Die Grünen scheinen Scheuklappen zu tragen und wollen die wirtschaftliche Realität ausblenden. Den Preis dafür zahlen am Ende wir alle.


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