Wie "Bloomberg" berichtet, erholt sich der Goldmarkt nur langsam von einem dramatischen Einbruch, der das Edelmetall um bis zu 6,3 Prozent abstürzen ließ. Nach einer atemberaubenden Rallye, die den Preis pro Unze auf ein Allzeithoch von 4.381,52 US-Dollar katapultierte, markierte dieser Rückgang den größten Tagesverlust seit 2013. Investoren buchen Gewinne, während positive Signale aus den US-China-Handelsverhandlungen und ein gestärkter Dollar den Druck erhöhen.
Ein wilder Ritt für Edelmetalle
Die jüngsten Wochen waren für den Goldmarkt ein emotionales Auf und Ab: Neun Wochen in Serie im Plus, getrieben von geopolitischen Spannungen, Zinssenkungserwartungen und anhaltenden Zentralbankkäufen. Doch nun kühlt die Nachfrage nach sicheren Häfen ab.
US-Präsident Donald Trump und Chinas Xi Jinping planen ein Treffen nächste Woche, um Handelskonflikte zu klären – ein Lichtblick, der den Bedarf an Gold dämpft. "In den letzten Handelssitzungen blicken Trader zunehmend besorgt zurück, da Ängste vor einer Korrektur aufkommen“, erklärt Ole Hansen, Rohstoffstratege bei Saxo Bank. Der Relative Strength Index (RSI) signalisiert stark überkaufte Bedingungen, und ein robuster US-Dollar verteuert das Metall für internationale Käufer.
Trotz des Einbruchs bleibt Gold 2025 eines der Top-Performer unter den Rohstoffen, mit einem Jahresplus von rund 54 Prozent.
Datenlücke und Spekulationsfieber
Der anhaltende US-Regierungsstillstand verschärft die Unsicherheit: Wöchentliche Berichte der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) über Positionierungen von Hedgefonds fehlen, was Spekulanten zu riskanten Wetten verleitet.
"Diese Datenlücke trifft zu einem sensiblen Zeitpunkt, da spekulative Long-Positionen in Gold und Silber wachsen und Korrekturen wahrscheinlicher machen", warnt Hansen.
Die Volatilität explodierte: Letzte Woche wurden über zwei Millionen Optionskontrakte für den SPDR Gold Shares ETF gehandelt – ein neuer Rekord. Trader hedgen Portfolios oder setzen auf weitere Rückgänge. Bloomberg-Strategen mahnen: "Historisch verliert der Schwung irgendwann an Kraft, und Käufe werden zu Verkäufen. Bei stärkerer US-Wirtschaft könnte ein größerer Pullback folgen."
Silber folgt dem Trend: Historischer Squeeze geht zu Ende
Ähnlich hart trifft es Silber, das 2025 um fast 80 Prozent zulegte und nun um bis zu 6,7 Prozent einbüßt. Der Preis fiel auf unter 51 US-Dollar pro Unze, nach Engpässen im Londoner Markt und einem historischen Squeeze. Benchmark-Preise in London überstiegen New Yorker Futures, was zu Schiffs-Ladungen von Metall in die britische Hauptstadt führte. In Shanghai und New York sanken die Lagerbestände rapide – der größte Abfluss seit Februar.
Wie bei Gold stützen makroökonomische Faktoren den Rückgang, doch Analysten sehen langfristig bullische Aussichten durch industrielle Nachfrage in Grüntechnologien.
Trotz der Turbulenzen raten Experten zur Vorsicht: Korrekturen testen die wahre Marktstärke. Für Anleger könnte dies eine Einstiegschance bieten, solange die zugrunde liegende Nachfrage intakt bleibt. Der Goldmarkt bleibt ein Spiegel globaler Unsicherheiten – und nun auch ihrer Entspannung.


Comments
Werte sind Werte ,wenn man…
Werte sind Werte ,wenn man sie schätzt .Da unser Geld lange keine Golddeckung mehr hat ,China diese aber wieder versucht aufzubauen ,glänzt der Goldschein heilig zu werden .Doch es ist nicht alles Gold was glänzt .Vor allem wenn die Spannung weg ist ,sei es Gold -Liebe oder Geld! Unser Herz ist da ,wo unser Schatz ist ! Gut wenn die Liebe unser Schatz ist,denn Materielles bindet uns und macht schließlich krank.
„Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“, Matthäus 6,21. Der Begriff Schatz steht hier für das, was mir wichtig ist. Mit Herz beschreibt Jesus mein innerstes Trachten. Ich könnte auch sagen: Meine Gedanken umkreisen das, was mir wichtig ist.
Everythings Shines: https://youtu.be/JtjgqeT0FUQ?si=-25Le27g5o-BSbg0
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