Vor dem Ersten Weltkrieg hatte es in ganz Europa ein mehrjähriges Wettrüsten gegeben. Der Kalte Krieg zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt hatte mit seiner Aufrüstung zwar Abschreckung und Frieden in Europa, jedoch auch ein Leben in Angst vor dem Atomkrieg beschert.
Jetzt sind wir wieder in einer Phase des globalen Wettrüstens. Der Stern berichtet vom "Jahrzehnt der Aufrüstung". Nicht nur die NATO-Staaten rüsten massiv auf, auch China und Indien erhöhen ihre Verteidigungsetas. Russland und die arabischen Staaten sind dagegen durch den niedrigen Ölpreis gehemmt. Doch auch dort will man massiv aufrüsten.
Wie DiePresse behauptete, sei eine "Zeitenwende" angebrochen: Die weltweiten Verteidigungsausgaben seien auf 1.570.000.000.000 US-Dollar angestiegen. Das Jahr 2016 würde den Beginn einer Dekade der Aufrüstung markieren. Die Rüstungsindustrie sieht optimistisch in die Zukunft. Die Friedensbewegung ist besorgt.
Die Region, in der besonders rasant aufgerüstet wird, ist das Baltikum. Litauen, Lettland und Estland wollen sich eine militärische Abschreckung gegen Russland aufbauen. Gleichzeitig werden dort zunehmend Truppen aus anderen NATO-Staaten stationiert.


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