Gegenstimme zum linken Forum von Sao Paolo

Gipfel in Brasilien_ Bolsonaro vereint konservative Kräfte Lateinamerikas

Am kommenden Wochenende findet in Brasilien ein großer Gipfel der konservativen Kräfte statt. Brasiliens Präsident Bolsonaro hat konservative Persönlichkeiten aus ganz Lateinamerika und den USA eingeladen. Viele haben ihr Kommen zugesagt.

Am Samstag findet in Brasilien ein großer Gipfel der Konservativen Lateinamerikas statt, der als Gegenveranstaltung zum sozialistischen Forum von Sao Paolo gesehen wird, jener linken Massenveranstaltung, die seit 1990 regelmäßig in Brasilien stattfindet.

Zum Gipfel der Bolsonaro-Bwegung werden Vertreter und Sprecher aus den USA, Argentinien, Chile, Kolumbien, Ungarn, Paraguay und Venezuela erscheinen [siehe Bericht »Latercera«].

Auf der Webseite des konservativen Gipfels heißt es: »Noch nie zuvor brauchten wir so viele Veränderungen in Politik und Gesellschaft. Diese Transformationen müssen von den Menschen diskutiert werden, die bereit sind, nach dem Besten für die Nation zu streben.«

Es soll vier runde Tische zu den Themen Wirtschaft, Politik, Sicherheit und Kultur geben. Weit über 1100 Personen aus Politik, Kultur und Gesellschaft und nochmals ebensoviele Gäste haben bereits ihr Erscheinen angekündigt. Über 100 Journalisten werden vom Ereignis berichten.

Unter den brasilianischen Teilnehmern sind unter anderen vertreten: Eduardo Bolsonaro, Bundesabgeordneter und Sohn des gewählten Präsidenten; Olavo de Carvalho (durch Videokonferenz aus den USA zugeschaltet), Schriftsteller von Bolsonaro; Prinz Luiz Philippe de Orleans und Bragança, politischer Aktivist und Führer der Acorda-Bewegung in Brasilien, sowie die Brüder Arthur und Abraham Bragança de Vasconcellos Weintraub, Autoren eines Rentenreformvorschlags, den die nächste brasilianische Regierung bewerten will.

Aus Kolumbien wird die Unterstützung des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe erwartet: General Jorge Jerez Cuéllar, Befehlshaber der Operationen gegen die FARC und Senator María Fernanda Cabal Molina. Orlando Gutiérrez, Vertreter der kubanischen Exilanten in den Vereinigten Staaten, schließt sich ihnen an. Ebenfalls dabei: der Venezolaner Roderick Navarro, Mitglied der Rumbo-Libertad-Gruppe, und Miguel Ángel Martín, Präsident des Obersten Gerichtshofs, derzeit im Exil in den USA. Außerdem kommt Fidel Zavala, ein paraguayischer Senator, der 2009 von einer linken Guerillagruppe entführt wurde.

Zu den Teilnehmern aus Chile werden der ehemalige Präsidentschaftskandidat José Antonio Kast; der Rechtsanwalt und Mitglied des Rates für Transparenz, Francisco Javier Leturia, und der Bauingenieur und Direktor des Internationalen Zentrums für Rentenreform, Carlos Gómez, gehören.

Der Gipfel zeigt schon jetzt: So wie einst nur die Linken und Sozialisten, so werden nun auch die konservativen Kräfte in Lateinamerika sich organisieren und kooperieren. Ein neues Gegengewicht zum linken Globalismus entsteht.

Sven von Storch

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