Mittlerweile ist es unerträglich, was in den meisten Fernsehsender und verschiendeen großen Mainstream-Medien gegen die Bauernproteste aufgefahren wird.
Die Tagesschau vom 8. Januar wirkte wie die »Aktuelle Kamera« des DDR-Fernsehens. Anstatt die größten deutschlandweiten Proteste zum Hauptthema zu machen, wurden die Nachrichten zunächst mit dem Thema Franz Beckenbauer begonnen. Bei allem Respekt für die Lebensleistung des Kaisers Franz – möge er in Frieden ruhen – war dies nicht das wichtigste Thema des Tages. Erst anschließend wurde in der Tagesschau über die Proteste berichtet. Doch es wurde hauptsächlich unter dem Aspekt berichtet, welche Verkehrsbeeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer entstünden. Dann wurde über die Gefahr gesprochen, dass »Rechte« die Demonstrationen beeinflussen könnten. Und es kam Robert Habeck ausführlich zu Wort. Anschließend wurde über das neue Bündnis von Sahra Wagenknecht berichtet und mit Augenzwinkern angemerkt, dass dies doch eine Alternative für AfD-Wähler sei.
Über die zahlreichen Belange der Bauern wurde kaum, über die Sorgen und Nöte der LKW-Fahrer und Spediteure gar nicht berichtet. Auch die Solidarität unter vielen anderen Berufsgruppen, die ebenfalls streikten und demonstrierten, wurde nicht berichtet.
Heute im ARD-Morgenmagazin kam die ehemalige grüne Landwirtschaftsministerin Renate Künast zu Wort, die die Bauernproteste »überzogen« findet und die Verkehrsbehinderungen kritisiert. Hat sie das auch bei den Klimaklebern gemacht?
Den hunderttausenden Demonstranten und Millionen Sympathisanten dürfte klar geworden sein: Viele GEZ-Sender und große Mainstream-Medien stehen nicht auf eurer Seite.


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