Im Internet brodelt eine Debatte. Weltweit wundern sich immer mehr Bürger über die Dummheit und Fehlentscheidungen von angeblich so hoch gebildeten Personen in der Politik und Wirtschaft. Manche reden sogar von einer »plague of overeducated dumb people«.
Es gibt immer mehr Menschen mit Abitur oder Highschool-Abschluss, mit College- oder Hochschulausbildung, mit Universitäts-Abschlüssen und akademischen Titeln. Diese Menschen benutzen viele Fremdwörter und halten sich für sehr gebildet. Sie blenden mit ihren Abschlüssen, akademischen Graden und Titeln. Manche Leute lassen sich davon beeindrucken und geben diesen Menschen Kredit in Sachen Glaubwürdigkeit.
Doch im Alltag jenseits der Akademiker-Blase treffen die Gebildeten/Verbildeten oft fatale Fehlentscheidungen. Sie sind mit praktischen Dingen überfordert, fallen durch weltfremde Ansichten auf und glauben stets, andere Menschen belehren zu müssen. Sie sind eher »Klugscheißer« statt »Könner«.
Allerdings trifft dies nicht auf alle Disziplinen gleichermaßen häufig zu. Besonders oft anzutreffen sind sie unter den Absolventen der Geistes- und Sozialwissenschaften.
Während Bauingenieure, Atomphysiker, Maschinenbauer, Informatiker, Architekten, Tech-Spezialisten, Wirtschaftsmathematiker, Biochemiker, Bergbau-Ingenieure oder gestandene Geschäftsleute und Manager noch einen Sinn für angewandte Praxis und klare Fakten haben, geht der realweltliche Bezug so manchem Sprachkünstler von der Philosophischen Fakultät am Allerwertesten vorbei.
»Gender Studies«, Migrationswissenschaften, Zeitgeschichte, Soziologie, Literaturwissenschaften, Theaterwissenschaften, Ethnologie, Pädagogik, Psychologie, Germanistik und Geschichte gehören zu den vielen Fächern, in denen an den Schulen und in den Universitäten besonders oft stark ideologisiert und indoktriniert wird.
Das Ergebnis: Am Ende ihres Studiums sind diese Leute zwar (ein-)gebildet, aber völlig an der Realität vorbei indoktriniert. Menschen, die so vorgeprägt sind, scheinen oft den Hang dazu zu haben, zu moralisieren, Andere zu belehren, Gesinnungs-Ethik zu verbreiten und sich für etwas Besseres zu halten, obwohl sie keinen Bezug mehr zu den Menschen haben, die mitten im Leben stehen und sinnvolle Berufe ausüben wie Handwerker, Fabrikarbeiter, Krankenschwestern, Pflegekräfte, Landwirte oder Geschäftsleute.
Begonnen hatte es mit der sogenannten 1968-Generation. Die linken Studenten von einst wollten den Gang durch die Institutionen antreten und somit die Gesellschaft verändern. So wurden sie Anwälte, Lehrer, Politiker, Universitätsdozenten, Journalisten, Künstler, Autoren oder schlicht »Intellektuelle«. Sie alle wollen die Welt verändern, ohne in der Welt richtig verankert zu sein.
Wer kann sich sonst davon überzeugen lassen, dass Gender-Themen die wichtigsten Probleme der Gesellschaft seien im Angesicht der Schuldenberge, der Verarmung sowie des Zusammenbruches der Industrie und Wirtschaft?
Man reibt sich die Augen und fragt: Warum sind unter unseren Spitzenpolitikern so wenige Naturwissenschaftler, Ingenieure, Techniker, Industrie-Facharbeiter, kurz: Pragmatiker?
Ist unser grüner Wirtschaftsminister Robert Habeck, der nicht definieren kann, was eine Insolvenz ist, ein Wirtschaftsexperte? Nein, er ist Literaturwissenschaftler und Kinderbuchautor. Und Annalena Baerbock, die sogenannte »Völkerrechtsexpertin«, die von Ländern spricht, die »hunderttausende Kilometer« entfernt liegen sollen? Oder davon spricht, dass man im 19. Jahrhundert Krieg mit Panzern führte?
Hinzu kommt, dass viele Politiker gerade der Ampel-Parteien nicht einmal einen ordentlichen Abschluss haben. Eine junge grüne Abgeordnete des Bundestages wusste nicht, dass Otto von Bismarck erster Reichskanzler und Begründer des Deutschen Reiches von 1871-1918 war. Wen wundert es da, dass die Grünen das Bismarck-Zimmer im Auswärtigen Amt umbenannt haben?
Aber das Problem geht tiefer: Im Fernsehen, in den Talkshows, sitzen viele Künstler, Musiker, Autoren, »Intellektuelle«, »Experten«, die allesamt durch vieles Reden und Schreiben aufgefallen sind, aber weder ein Unternehmen aufgebaut haben, noch bahnbrechende naturwissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen haben oder gar die Welt der Technik mit zukunftsweisenden Erfindungen revolutionieren. Sie wissen auch nicht, wie es ist, auf dem Bau oder in der Fabrik zu schuften oder als Pflegekraft in Schichtarbeit tätig zu sein.
Im Volksmund heißt es, diese Leute hätten »Laberwissenschaften« studiert. Und tatsächlich ist »Labern« ihre Haupttätigkeit. Und das auf allen Kanälen, in allen Medien. Und diese Laberer sind größtenteils links-rot-grün bis auf die Knochen. Sie »labern« über Feminismus, Gender-Sprache, Klimakrise, Putin und erklären alle andere Meinungen für »rechts« und somit für rückwärtsgewandt, konterrevolutionär oder bezeichnen gerne vorschnell oppositionelle Meinungen als »demokratiefeindlich«, weil sie nicht ins links-grüne Narrativ passen.
Wir brauchen mehr Stimmen der Bürger, die etwas schaffen. Die Handwerker, Fabrikarbeiter, Facharbeiter, Ingenieure, Pflegekräfte, Einzelhändler, Bus- und Bahnfahrer, Zugführer, Fernfahrer, Reinigungskräfte und Müllarbeiter und viele andere, die morgens früh aufstehen und hart arbeiten, um am Monatsende abzüglich horrender Steuern und Abgaben nur wenig Netto vom Brutto haben: Sie alle sollten mehr zu Wort kommen. Und die Laberwissenschaftler sollten einfach mal aufhören zu Labern und zuhören, was das Volk ihnen zu sagen hat.


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