Manuela Schwesig bringt ihr Kind zur Privatschule, während sie gleichzeitig in ihrer Politik für gemeinschaftlichen Unterrricht in staatlichen Schulen wirbt (siehe Berichte NDR und Welt-Online/N24).
Zunächst eine Klarstellung: Manuela Schwesig hat natürlich das Recht, ihr Kind auf eine Privatschule zu schicken. Diese persönliche Entscheidung kann ihr niemand verwehren.
Doch das Problem ist: Wer Wasser predigt, sollte keinen Wein trinken. Oder genauer: Wie glaubwürdig war ihr Engagement für möglichst langes gemeinsames Lernen von Schülern in staatlichen Schulen? Und wie glaubwürdig wirkt die allgemeine Schulpolitik der SPD, die sich seit Jahren für Gemeinschaftsschulen und Gesamtschulen stark macht?
Den konservativen Parteien wurde immer wieder vorgeworfen, elitär zu denken. Doch wie man sieht, kommt es auch unter linken Politikern vor, dass sie anscheinend kein Vertrauen in staatliche Schulen haben, wenn es um die eigenen Kinder geht.
Beatrix von Storch hat auf Twitter dafür klare Worte gefunden: »Verlogen bis zum Anschlag. Öffentliche Schulen ruinieren und dann das eigene Kind auf die Privatschule schicken. Nix multikultigemeinsameslernen.«


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