Der grüne Energie- und Wirtschaftsminister Robert Habeck teilt aus. Er kann die Kritik aus der Opposition und von den Koalitionspartnern nicht mehr verstehen.
Er verweist im ARD-Fernsehen darauf, dass die Merkel-Regierung Ziele gesteckt habe, die es nun umsetzen gelte. So weit, so zumindest nachvollziehbar. Das Problem ist, dass Robert Habeck und die Grünen wie Pferde mit Scheuklappen sich in einer geistigen Monokultur festgebissen haben. Alles dreht sich um Klimapolitik.
Dass die deutsche Wirtschaft sich im Abwärtsstrudel befindet, dass die Industrie abwandert, dass der Lebenstandard der Bevölkerung rapide sinkt, dass die Energiesicherheit verloren geht, dass Deutschland sind schier unendlich verschuldet, all das scheinen die Grünen nicht zu sehen — oder nicht sehen zu wollen.
Kathrin Göring Eckardt schlägt in die gleiche Kerbe. Auf Twitter hob sie nochmal hervor:
»Wir müssen in Deutschland beim Klimaschutz unfassbar viel aufholen. Um unsere eigenen Klimaziele zu erreichen – und vor allem, weil uns die Zeit davon läuft.«
Es steht zu befürchten, dass bei diesem fanatischen Rennen um den Klimaschutz eine ganze Industrienation als Kollateralschaden auf der Strecke bleibt. Die Pläne zur Verkehrswende (Verbot von Verbrenner-Motoren und Förderung von E-Autos, ohne dass ausreichend Strom da ist), Heizungswende (Millionen Haushalten müssen ihre Erdgas- und Ölheizungen rausschmeißen), Energiewende (Abkehr vom Atomstrom, Abkehr vom Kohlestrom, Abkehr von verstromtem Erdgas wegen Putin) und die enormen Kosten, die über Schulden abgedeckt werden, sind für die Industrie ein Graus. Die hohen Energiekosten treiben die Unternehmen ins Ausland. Selbst Riesen wie die BASF werden große Teile ihrer Produktion ins Ausland verlagern. Und die Autozuliefererindustrie steht vor der größten Krise seit ihres Bestehens.


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