In einer Mitteilung an ihre Mitarbeiter schrieb die Chefin des Secret Service, Kimberly Cheatle: »Ich übernehme die volle Verantwortung für die Sicherheitsmängel. In Anbetracht der jüngsten Ereignisse habe ich schweren Herzens die schwierige Entscheidung getroffen, als Direktorin zurückzutreten« [siehe Bericht »BILD«].
Bereits bei ihrer Anhörung vor dem US-Kongress hat Cheatle zugegeben, dass der Secret Service versagt habe. In Anbetracht der Tatsache, dass der Attentäter in aller Ruhe ein Dach erklimmen konnte, das nur 150 Meter von Trump entfernt war und ihm beste Sicht auf sein Ziel bot, und dass sogar Zuschauer vor Ort den Mann beobachteten und dem Sicherheitsdienst Bescheid gaben, dieser aber nicht rechtzeitig einschritt, ist der Begriff des Versagens angebracht. Als oberste Chefin ihrer Behörde hat Kimberly Cheatle nun die Konsequenzen gezogen.
Natürlich ist damit nicht die These aus der Welt geräumt, dass es im Sicherheitsdienst einen Informationsleak gab und dem Täter mit Absicht eine solche Chance eingeräumt wurde. Bislang wurde dies aber vor dem Kongress nicht diskutiert.


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