Deutsche Bauern leiden seit Jahren unter Wettbewerbsnachteilen. Warum sind Lebensmittel-Produkte aus Lateinamerika oder Asien, die über tausende Kilometer per Schiff transportiert werden mussten, oftmals günstiger als die Produkte vom Bauern nebenan? Weil die Politik es den Bauern schwer macht, kostengünstig zu arbeiten.
Die Ampel hat zwei Beschlüsse gefasst, welche die Bauern besonders hart treffen. Der erst die Rücknahme der Agrardiesel-Beihilfe. Der zweite ist die Abschaffung der Kfz-Steuer-Befreiung für landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge.
Viele Bauern haben mehrere Landwirtschafts-Fahrzeuge. Ein Trecker allein reicht oft nicht.
Für einige Bauern bedeutet dies eine zusätzliche Ausgaben-Belastung von 10.000 bis 20.000 Euro pro Jahr. So hat beispielsweise ein Bauern für den Bayrischen Rundfunk ausgerechnet, dass er im nächsten Jahr 11.500 Euro mehr bezahlen muss, wenn die Beschlüsse so umgesetzt würden. Hochgerecht kommen auf die Bauern im nächsten Jahr Mehrkosten von rund einer Milliarde Euro zu, die sie (zusätzlich zu allen anderen Problemen wie Energiekosten und Inflation) stemmen müssen. Viele Bauern sind extrem frustriert.
Abertausende Bauern sind nun dem Ruf des Deutschen Bauernverbandes gefolgt und mit ihren Treckern, Traktoren und Schleppern aus allen Teilen Deutschlands angereist, um vor dem Brandenburger Tor in Berlin aufzurollen [siehe Bericht »Welt«].
Auch in Frankreich demonstrieren zurzeit die Bauern gegen zu hohe Steuern, Abgaben und Belastungen.


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