Wie der »Nordkurier« berichtete, liegt der Zeitung ein internes Schreiben des Bundeskriminalamtes (BKA) vom November vor, das sich unter anderem an alle Landeskriminalämter, das Bundesministerium für Inneres, Bundesnachrichtendienst, Verfassungsschutz und Bundesanwaltschaft richtet. »Geleaked« wurde das Papier wohl von einem BKA-Beamten, mutmaßt der »Nordkurier«.
Seitens der Merkel-Regierung und der Behörden wird immer wieder die angebliche Gefährlichkeit der sogenannten Querdenker-Bewegung betont, indem auch auf auf Einflüsse aus der rechten Szene hingewiesen wird.
Doch das interne Papier sieht die Gefahr vor allem woanders: Gewalttätig und gefährlich sind bei den Anti-Corona-Merkel-Lockdown-Protesten vor allem die linken Gegendemonstranten. Dagegen könne von einer Unterwanderung der Bewegung durch Rechtsextremisten nicht die Rede sein, so der Kern der BKA-Analyse. Zwar habe man auf einigen Querdenken-Demos auch einige gewaltbereite Rechtsextremisten registriert. Doch die Beteiligung rechter Gruppen und Strömungen sei »nicht prägender Natur«, heißt es. Eine Unterwanderung durch die rechte Szene könne daher »aktuell nicht konstatiert werden«. Man finde hier hauptsächlich »Einzelpersonen und Kleinstgruppen«, die verdächtig seien.
Dagegen sei allerdings die Rolle der linken Szene als Gegenreaktion auf die Querdenker-Demonstrationen brisant. Denn die Linksradikalen wären überwiegend davon überzeugt, es bei den Querdenkern und Corona-Kritikern mit »Rechten« zu tun zu haben. Aus diesem Gedankengut speist sich die Motivation der Gegendemonstranten, besonders aggressiv und gewalttätig gegen die Corona-Demonstranten vorzugehen. Aus dieser Gemengelage ließen sich die Eskalationen verstehen.


Add new comment