Dreht Gazprom Deutschland bald komplett das Gas ab?

Gazprom erklärt_ Wegen höherer Gewalt gibt es weniger Gas

In einem offiziellen Schreiben vom 14. Juli teilte Gazprom dem deutschen Gas-Unternehmen Uniper mit, es könne seinen vertraglich festgelegten Liefer-Verpflichtungen wegen »höherer Gewalt« nicht nachkommen.

Es wird finster am Horizont: Die schlimmsten Szenarien über einen russischen Gasstopp könnten Wirklichkeit werden. Darauf lässt eine Stellungnahme von Gazprom schließen.

In einem offiziellen Schreiben vom 14. Juli teilte der russische Gas-Konzern Gazprom dem deutschen Gas-Versorger-Unternehmen Uniper mit, es könne seinen vertraglich festgelegten Liefer-Verpflichtungen aufgrund außergewöhnlicher Umstände und wegen »höherer Gewalt« nicht nachkommen [siehe Berichte »n-tv«, »Reuters«].

Gemeint sind damit die Gaslieferungen durch die Pipeline Nordstream-1. Diese gehört zu den zentralen Versorgungslinien für Deutschland.

Der deutsche Gas-Versorger Uniper wies die Mitteilung von Gazprom offiziell zurück und besteht auf die Einhaltung der vertraglichen Verpflichtungen.

Klar ist allerdings auch: Wenn die Ampel-Regierung unter der Verantwortung von Kanzler Olaf Scholz die Pipeline Nordstream-2 nicht einseitig für beendet erklärt hätte, wäre Deutschland nicht in diese Bredouille gekommen. Es ist ein Schuss ins eigene Knie — mit möglicherweise unvorstellbaren Konsequenzen für die deutsche Industrie und Millionen Arbeitnehmer. 

Sven von Storch

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