Joachim Gauck frönt wieder seine dunkel-hellen Weltsicht

Gauck_ Deutsche sollen Pazifismus überwinden, um das Böse zu besiegen

Gauck bleibt sich in seiner Arroganz und Ignoranz treu: »Eine Wohlstandslücke kann man überleben. [...] Wir können auch mal die Zähne zusammenbeißen, in einer Phase, wo vielleicht die schönsten Träume nicht verwirklicht werden können oder man nur einmal statt zweimal im Jahr in den Urlaub fährt.«

»Pazifismus ist ehrenvoll, zementiert aber nur die Dominanz der Bösen«, das sagte Ex-Bundespräsident Joachim Gauck in der ZDF-Talk-Sendung von Markus Lanz [siehe auch Bericht »Welt«].

Wer ist denn das »Böse«? Russland natürlich. Gauck schwelgt wieder in Hell-Dunkel-Fantasien, wie er auch schon die Deutschen in Hell- und Dunkeldeutschland unterteilt hatte.

Gauck findet also, dass Pazifismus nichts bringe und bevorzugt somit die militärische Gewalt. Er sagt, dass Verhandlungen in der aktuellen Lage »keine Zielperspektive« böten.

Und dann macht Gauck in der Talkshow wieder das, was er am besten kann: die Not der Bürger zu relativieren. Das mit dem Winter und der Energiekrise sei ja nicht so schlimm. Gauck, der auch schon einmal davon faselte, dass man gegen Putin und für den Frieden frieren müsse und dass es okay sei, wenn es einem mal ein paar Jahre nicht so gut ginge, schlägt in der aktuellen Lanz-Sendung wieder in dieselbe Kerbe:

»Eine Wohlstandslücke kann man überleben. In diesem Land leben Menschen, die wissen, was wirkliche Armut ist, die Trümmer erlebt haben. Wir können auch mal die Zähne zusammenbeißen, in einer Phase, wo vielleicht die schönsten Träume nicht verwirklicht werden können oder man nur einmal statt zweimal im Jahr in den Urlaub fährt.«

Nur einmal statt zweimal in den Urlaub? Bei 14 Millionen Menschen, die in Armut leben? Bei Millionen Familien, die die Strom- und Gasrechnungen nicht mehr bezahlen können? Schönste Träume nicht verwirklicht werden können? Viele Bürger können sich nicht einmal eine anständige Wohnung leisten, weil die Mieten unbezahlbar geworden sind.

Herr Gauck bleibt sich selbst treu: ein Pfarrer, der von der Kanzel Wasser predigt und selbst Wein trinkt.

Sven von Storch

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