Die Staaten des G7-Gipfels (Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien, USA) betonen ihre Einigkeit in ihrer Haltung gegenüber Russland [siehe Bericht »Merkur«]. Dabei entsteht in der Berichterstattung der Mainstrem-Medien der Eindruck, es würde sich hierbei um einen weltweit verbreiteten Konsens handeln.
Doch das ist mitnichten der Fall. Zwar sind sich die sogenannten westlichen Staaten unter Leitung der USA einig. Das bedeutet: Die EU-Länder, die englischsprachigen Staaten und die mit den USA verbündeten Staaten Ostasiens sind auf eine Linie getrimmt.
Doch die Mehrzahl der Staaten, die auch die Mehrzahl der Menschen und den größten Teil der Fläche dieses Planeten vertreten, sind ganz anderer Auffassung. Dies betrifft die Mehrheit Lateinamerikas, die Mehrheit Afrikas und die Mehrheit Asiens.
Nichts macht den Gegensatz zum sogenannten »Westen« deutlicher als das aktuelle BRICS-Treffen [siehe Bericht »Tagesschau«]. Die Führungsstaaten dieser Koalition, nämlich Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika (daher der Name »BRICS«), haben klar gemacht, dass sie sich den westlichen Vorgaben verweigern. Man steht hinter Russland oder verweigert zumindest die Sanktionen gegen Russland.
China und Russland haben ihre Abkehr vom Westen auf dem BRICS-Gipfel nochmals bestärkt [siehe Bericht »n-tv«]. Es wird immer deutlicher, dass sich die Welt spaltet, so wie Henry Kissinger und BlackRock-Chef Larry Fink es beschrieben haben.
Stefan Aust resümiert auf der »Welt«: »In Deutschland glauben viele, die meisten Länder stünden im Krieg aufseiten der Ukraine. Doch die Wahrheit sieht ganz anders aus: Die antiwestliche Allianz wird immer mächtiger, politisch und wirtschaftlich – und sie erstreckt sich über die ganze Welt.«
Der antiwestliche Block, der entstehe, sei »so mächtig wie noch nie«.


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