Wegen des Anschlags von Straßburg

Französische Regierung appeliert an Gelbwesten, ihren Protest einzustellen

Die Macron-Regierung hat an die Protestbewegung der Gelbwesten appelliert, ihre Demonstrationen einzustellen. Als Grund nannte sie den Terroranschlag von Straßburg. Doch das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Der Anschlag von Straßburg war eine schreckliche Terrorstraftat eines algerisch-stämmigen Franzosen, bei dem drei Menschen starben und mindestens zwölf verletzt wurden. Der Anschlag ließ die Proteste der Gelbwesten für kurze Zeit verstummen.

Doch sollen sie jetzt ihre Proteste deswegen ganz einstellen? Hat das Eine etwas mit dem Anderen zu tun? Wohl nicht. Dennoch fordert die Regierung von Emmanuel Macron nun von den Aktivisten der Gelbwesten, wegen der Terroranschläge ihre Demonstrationen und Proteste einzustellen [siehe Berichte »Deutschlandfunk«].

Verständlich ist es insofern, und so lautet auch eine Begründung, dass aktuell Polizeikräfte für die Suche nach dem Täter gebraucht werden. Doch abgesehen davon, lässt sich kaum eine sinnvolle Verbindung und Begründung für eine Beendigung der Proteste erkennen. Denn viele der Forderungen der Demonstranten sind noch nicht umgesetzt.

Sven von Storch

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