Wie »Welt-Online« berichtete, behauptet der Chemiker Leonid Rink, dass das spezielle Gift, welches beim Anschlag auf den ehemaligen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter in der Nhähe von London verwendet wurde, auch in Großbritannien hätte hergestellt werden können. Es sei keine Technologie nötig gewesen, die es nur in Russland gebe. Auch in Großbritannien gebe es Spezialisten, die ein solches Gift herstellen können, meinte der Chemiker laut »Ria Nowosti«.
Der Chemiker stellte weiterhin klar, dass der Anschlag unprofessionel ausgeführt wurde. Die Tatsache, dass sowohl Skripal als auch seine Tochter am Ende überlebt haben, beweise, dass die russische Regierung wohl kaum involviert war. Denn dann wären beide jetzt tot. Selbst wenn es sich bei dem Gift um das Nowitschok-System gehandelt habe, wäre es schlecht zusammengestellt und nachlässig angewandt worden.
Zur Erklärung fügte Leonid Rink hinzu, dass Nowitschok kein singuläres Gift sei, sondern ein komplettes System von Chemie-Waffen. Rink soll zu Sowjetzeiten an der Entwicklung des Nowitschok-Systems jahrelang beteiligt gewesen sein und seine Doktorarbeit darüber geschrieben haben.
Eigentlich sei es nachträglich leicht zu bestimmen, ob Skripal mit Nowitschok vergiftet wurde, behauptet Rink. Er meint, dass jedes Gift eine Art Handschrift der Herstellung zu erkennen gebe. Allerdings habe Großbritannien die Proben noch nicht herausgerückt.


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