[Siehe hierzu auch Video von Julian Reichelt auf YouTube HIER]
Dem Rechercheteam von »Julian Reichelt« und seiner Webseite »pleiteticker.de« liegen Informationen zu allen 50 öffentlichen, nicht unter Geheimhaltung fallenden, Dienstreisen der Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) vor.
Von diesen 50 Dienstreisen Faesers als Innenministerin gingen 21 nach Hessen und 29 in alle anderen Bundesländer zusammengenommen. Damit ist Hessen gemessen an der Bevölkerungszahl fünffach überrepräsentiert. Im Gegensatz dazu war sie nicht ein einziges Mal in Bremen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und dem Saarland.
Das ist auffällig und verdächtig. Denn Hessen ist Faesers politisches Heimatland. Sie will offensichtlich Ministerpräsidentin Hessens werden und hat wahrscheinlich ihre Dienstreisen als Innenministerin zu Wahlkampfzwecken missbraucht. Denn von allen 21 Dienstreisen führten nur zwei zu dortigen Behörden.
Das Team um Julian Reichelt gelangte zu den Informationen nur deshalb, weil es gerichtlich gegen das Bundesinnenministerium vorging und einen Antrag auf einstweilige Anordnung (Eilantrag) beim Berliner Verwaltungsgericht einreichte. Das Bundesministerium des Inneren nahm zu dem Antrag vor Gericht Stellung und händigte den Journalisten darin eine Liste mit insgesamt 33 Dienstreisen aus.
Doch weitere Recherchen in den Sozialen Medien-Kanälen der Ministerin und ihres Ministeriums ergaben, dass es noch 16 weitere öffentliche Dienstreisen gab. Und von diesen 16 Dienstreisen führten 13 nach Hessen. Einige davon hatten einen starken Bezug zum SPD-Wahlkampf.
Hat also Nancy Faeser ihre Dienstreisen als Innenministerin zu Wahlkampfzwecken missbraucht? Es liegt nun an der Innenministerin, diese Vorwürfe zu widerlegen. Der Verdacht lässt sich nicht mehr aus der Welt räumen.


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