Wie die »Welt« berichtet, ist der Lehrermangel an deutschen Schulen immer deutlicher spürbar. Er ist zu einem Dauerproblem geworden mit nachhaltigen Auswirkungen für Eltern, Familien, Kinder und das Bildungssystem insgesamt. Das Leistungsniveau sinke spürbar. Es gibt zu wenig qualifizierte junge Menschen für die Lehrerstellen.
Olaf Köller, Vorsitzender der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission der Kultusministerkonferenz, fürchtet, dass man »eine ganze Generation von Schülern verlieren« könne.
In Deutschland gebe es einen sogenannten Schweinezyklus, so Experten. Weil die Bundesländer ihre Lehrer nicht planmäßig nach einem künftigen Bedarf ausbilden, sondern die jungen Menschen sich in Form freier Studienwahl für Lehramtsstudiengänge entscheiden oder nicht, gibt es immer zu wenige oder zu viele. In den 1970ern und 1980ern habe es beispielsweise zu viele Lehramtsstudenten gegeben. Viele konnten nicht in den Schuldienst übernommen werden. Aufgrund dessen haben immer weniger Studenten sich für Lehramtsstudiengänge entschieden, so dass ihre Zahl sank; aber der Bedarf stieg wieder wegen der Zahl der Lehrer, die in Pension gehen.
Diesmal greife zusätzlich die Demographie so massiv in die Situation ein, dass der Zyklus sehr lange dauere. Es gebe schlicht zu wenig junge Lehrer, die die Pensionäre ersetzen könnten. Auf diese demographischen Veränderungen habe die Politik zu träge reagiert, wird kritisiert.
Die deutsche Wirtschaft ist alarmiert. Sie fordert sei Jahren, dass sich die Schulbedingungen dringend verbessern müssen, um die Fachkräftebedarfe auch in Zukunft zu sichern.


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