Corona-Sperr-Verordnungen dürften nicht von Inzidenzwerden abhängig sein

Ex-Chefvirologe der Berliner Charité_ Inzidenzwerte kein Grund für Ausgangssperren

Der ehemalige Chefvirologe der Berliner Charité fordert die Merkel-Regierung zum Umdenken auf. Ausgangssperren und Corona-Verordnungen dürften nicht von den Inzidenzwerten abhängig gemacht werden.

Der ehemalige Chefvirologe der Berliner Charité, Detlev Kröger, und sein Kollege Klaus Stöhr haben kritisch zu den angestrebten Veränderungen des Infektionsschutzgesetzes Stellung bezogen. Vor allen Dingen greifen sie die Hauptbegründung der neues Gesetzesänderungen an, um deutschlandweit Corona-Verordnungen, Ausgangssperren und Schließungen zu veranlassen.

In einem offenen Brief an den Deutschen Bundestag, welcher der »Welt« vorliegt [siehe Bericht »Welt«], schreiben sie unter anderem:

»Wir raten dringend davon ab, bei der geplanten gesetzlichen Normierung die 7-Tages-Inzidenz als alleinige Bemessungsgrundlage für antipandemische Schutzmaßnahmen zu definieren.«

Prof. Dr. Detlev Kröger ist ausgewiesener Experte. Er war als Vorgänger von Christian Drosten 27 Jahre lang Chefvirologe der Charité.

Sven von Storch

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