Die Staatsschulden in den Ländern der Europäischen Union haben in den letzten Jahren eine dynamische Entwicklung durchlaufen. Nach einem Rückgang in der Corona-Lockdown-Nachwirkung stieg der Schuldenstand zu Bruttoinlandsprodukt im EU-Durchschnitt von 80,7 Prozent Ende 2024 auf 81,8 Prozent im ersten Quartal 2025 und weiter auf 81,9 Prozent im zweiten Quartal 2025. In der Eurozone lag der Anstieg von 88,0 Prozent im ersten Quartal auf 88,2 Prozent im zweiten Quartal. Diese Zunahme resultiert hauptsächlich aus der Finanzierung von Defiziten und der Akquise finanzieller Vermögenswerte. Während einige Länder starke Anstiege verzeichneten, zeigten andere deutliche Rückgänge. Der absolute Schuldenstand der EU belief sich im zweiten Quartal 2025 auf rund 15 Billionen Euro.
Länder mit den höchsten Schuldenquoten zum Bruttoinlandsprodukt
Unter den EU-Staaten weisen Griechenland, Italien und Frankreich die höchsten Schuldenquoten zum Bruttoinlandsprodukt auf. Griechenland führt mit 151,2 Prozent im zweiten Quartal 2025, gefolgt von Italien mit 138,3 Prozent und Frankreich mit 115,8 Prozent. Belgien liegt bei 106,2 Prozent und Spanien bei 103,4 Prozent. Diese Quoten haben sich im Vergleich zum Vorquartal in vielen Ländern erhöht, wobei Finnland den stärksten Anstieg verzeichnete. Im Jahresvergleich sanken die Quoten in Griechenland und in Irland deutlich, während Finnland stark zunahm. Die niedrigsten Quoten haben Estland, Luxemburg und Bulgarien.
Länder mit der größten absoluten Verschuldung
Frankreich, Italien und Deutschland tragen die höchste absolute Staatsverschuldung in der EU. Im ersten Quartal 2025 belief sich die französische Schuld auf 3.300 Milliarden Euro, die italienische auf 3.000 Milliarden Euro und die deutsche auf 2.700 Milliarden Euro. Spanien folgt mit 1.700 Milliarden Euro, Belgien mit 661 Milliarden Euro und Polen mit 508 Milliarden Euro. Diese drei führenden Länder machen zusammen fast neun Billionen Euro aus, was einen Großteil der gesamten EU-Schulden ausmacht. Die Verschuldung in absoluten Zahlen spiegelt die Größe der Volkswirtschaften wider, zeigt aber auch anhaltende finanzielle Belastungen in etablierten Ökonomien.
Länder mit der größten Verschuldung pro Kopf
Belgien, Italien und Frankreich weisen die höchste Staatsverschuldung pro Kopf auf. Belgien führt mit 56.885 Euro pro Einwohner im Jahr 2025, gefolgt von Italien mit 52.164 Euro pro Kopf. Frankreich liegt bei 49.945 Euro pro Kopf und könnte bald die 50.000-Euro-Marke überschreiten. Im Vergleich dazu beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland rund 32.000 Euro, was eine Differenz von fast 18.000 Euro zu Frankreich ausmacht. Östliche EU-Staaten wie Estland und Bulgarien zeigen eine deutlich geringere Belastung pro Kopf. Hohe Pro-Kopf-Schulden bedeuten, dass zukünftige Steuern stärker für Zinszahlungen als für öffentliche Dienste verwendet werden.
Historische Schuldenbelastungen
Die anhaltende Zunahme der Staatsschulden in vielen EU-Ländern stellt eine Herausforderung für die wirtschaftliche Stabilität dar. Während westliche Länder mit historischen Belastungen kämpfen, profitieren östliche Staaten von niedrigeren Schuldenständen. Die EU-Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts zielen auf eine Obergrenze von 60 Prozent Schulden zum Bruttoinlandsprodukt ab, die jedoch in vielen Ländern überschritten wird. Zukünftige Politiken müssen Ausgabenprioritäten setzen, um steigende Schuldenpfade zu vermeiden und die Belastung für Bürger zu mindern.


Kommentare
Der Eu-Sumpf muß trocken gelegt werden
Und was glaubt die AfD daran ändern zu können?
„Entwicklung der…
„Entwicklung der Staatsschulden in der Europäischen Union
Europa versinkt im Sumpf der Staatsverschuldung: 15 Billionen Euro“ ...
Um mit dem die Welt beherrschenden Führer in Kürze gleichzuziehen???????https://www.google.com/search?q=staatsverschuldung+der+usa+in+euro&sca_esv=51702c3117fec3ae&source=hp&ei=EwpeabelLuGK9u8P7PKNqAw&iflsig=AOw8s4IAAAAAaV4YI3aseV_7BIH9LLYCXd1ncMXWV9Mt&ved=0ahUKEwj3-o_q8…
Zum Vergleich: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171417/umfrage/staatsverschuldung-von-russland-in-relation-zum-bruttoinlandsprodukt-bip/
So wurde selbst einem völlig Ungebildeten wie mir nun klar, warum uns nun „eine umfassende Kontrolle privater Ausgaben durch staatliche Stellen“ droht!!!!!!! (FW von heute)
Van der Leyen ist das…
Van der Leyen ist das Sinnbild des Untergangs. Ein globalistischer Zusammenschluss von Nationen wie die EU, war von vornherein zum Scheitern verurteilt. Der Deutsche zahlt und zahlt und die anderen holen das Geld heraus.
Europa in die Tonne getreten
Von der Leyen mag das "Sinnbild des Untergangs" sein, ja, aber statt in der Mülltonne an der Spitze der EU - Kommission ist sie vor allem die Höchststrafe für Westeuropa.
"Zukünftige Politiker müssen…
"Zukünftige Politiker müssen Ausgabenprioritäten setzen ..."
Müßten das nicht längst auch die gegenwärtigen Politiker?
Wenn sie ihre Seelen nicht an die Fremdherrschaft verkauft hätten, gäbe es längst kein Geld mehr für Asylschmarotzer, für "Klimaschutz", für teures US- statt billiges Russengas, für "arme" EU-Länder, für (Über-)Rüstung oder für die Ukraine.
Da könnte die AfD sehr wohl etwas daran ändern!
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen* ...
... und anderer subalterner Unfug.
Die Deutschen jedenfalls übernehmen sich, größenwahnsinnig, wie immer, mit der unbezahlbaren "Rettung" und dem "Schutz" der Welt und des "Planeten", "Frauen und Kinder zuerst", dann Banken, Währungen, das Weltklima, "die Flüchtlinge", "die Minderheit", die Dummheit usw. usf..
* Am deutschen Wesen soll die Welt genesen
Man kämpft nicht "mit" etwas…
Man kämpft nicht "mit" etwas, sondern "gegen" etwas schlimmes.
Ein Fehler, den alle deutschen Journalisten machen!
Wolodja21La@web.de
Der ÖKO-SOZIALISMUS und die NATO-OSTERWEITERUNG an die russische GRENZE verschlingt viele BILLIONEN EURO. Die EU ist bankrott und die EU-Führung will uns nun in einen Krieg gegen Russland katapultieren, um von ihrem katastrophalen Fehlern abzulenken !
Der letzte Satz ist leider…
Der letzte Satz ist leider ein Wunschtraum. Richtig muß es heißen:
Zukünftige Politiken werden die gigantischen Staatsschulden entweder weginflationieren oder einen Schuldenschnitt machen. Im ersten Fall wird der Euro als Weichwährung beibehalten, im zweiten Fall wird eine neue, harte Währung eingeführt.
So oder so: Die Zeche zahlen die Bürger über Geldentwertung.
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