Presseberichten zufolge haben die USA und die EU haben ihren Zollstreit beigelegt. Was hierzulande als Kompromiss verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein vorteilhafter Deal für die USA und eine Niederlage für die EU. Trump saß am längeren Hebel, die EU am kürzeren.
US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einigten sich demnach auf ein Handelsabkommen mit einem einheitlichen Zollsatz von 15 Prozent für EU-Exporte in die USA, einschließlich Autos (vorher zeitweise 25 Prozent).
Die Zölle auf Stahl und Aluminium bleiben jedoch bei 50 Prozent. Allerdings sollen sie noch Schritt für Schritt gesenkt werden, wenn ein Quotensystem eingeführt wird.
Es gibt null Prozent Zoll für bestimmte Produkte wie Luftfahrtkomponenten, Chemikalien und Agrarprodukte.
Jetzt kommt der Extra-Preis für diesen »Kompromiss«:
Die EU verpflichtet sich, Energie für 750 Milliarden (!) Dollar einzukaufen sowie Rüstungskäufe und Investitionen von 600 (!) Milliarden Dollar in den USA zu tätigen.
Der deutsche Außenhandelsverband BGA sieht darin einen »schmerzhaften Kompromiss« mit Risiken für Unternehmen und Preise. Doch ohne Deal würden ab dem 1. August noch höhere Zölle von Trump drohen.


Add new comment