Während Länder wie Frankreich auftrumpfen können, hat die deutsche Ampel-Koalition nun Erklärungsbedarf. Denn die deutsche Anti-Atomkraft-Politik verträgt sich nicht mit der angeblichen Dringlichkeit, den Ausstoß von CO2 verringern zu müssen. Selbst Greta Thunberg hatte gesagt, dass zumindest vorübergehend Kernkraft helfen könnte, den CO2-Ausstoß zu verringern.
Und nun bläst ausgerechnet die EU-Kommission ins gleiche Horn. So ließ Ursula von der Leyen verkünden, dass man aus Sicht der EU-Kommission die Kernkraft als »grün« und »nachhaltig« einstufen werde [siehe Berichte »Spiegel«, »Focus«]. Und das fast zeitgleich mit der Abstellung von drei Atomkraftwerken in Deutschland [siehe Bericht »Freie Welt«].
Für die Grünen ist es eine Ohrfeige. Denn sie haben sich stets als Anti-Atomkraft-Partei und als Verfechter der Energiewende hervorgetan. Jetzt sind sie sich mit ihrer Ideologie selbst im Wege, wenn es darum geht, schnelle und effiziente Wege zu finden, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Kernkraft liegt als Lösung so nahe, finden nicht nur die Franzosen und Polen.
Besonders peinlich wird es dann, wenn Deutschland am Ende auf Strom aus Kernkraft von den Nachbarländern anfordern muss, um einen Blackout im eigenen Land zu verhindern. Die Grünen sind in Erklärungsnot.


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