Der Druck auf die Kanzlerin wirkt. Die EU gerät in Panik, dass die Koalition von Merkel platzen könnte. Endlich kommt Bewegung in die Sache. Schnell will man ihr helfen und hat für den kommenden Sonntag einen Gipfel zur Asylkrise einberufen.
Schon kommen die ersten Vorschläge auf den Tisch. Der erste Vorschlag der EU-Kommission: Es sollen Sammelpunkte für Bootsflüchtlinge und afrikanische Asylbewerber eingerichtet werden, die außerhalb der EU liegen. Diese Sammelpunkte sollen sowohl der Abschreckung als auch der Abschottung dienen. Das Zurückweisen von illegalen Migraten solle schon außerhalb der EU-Grenzen möglich sein. Einer der Vertreter dieser Lösung ist beispielsweise der EU-Ratspräsident Donald Tusk [siehe Bericht »Handelsblatt«].
Die linke »taz« ist entsetzt. Sie spricht von einem neuen »harten« Vorgehen und befürchtet ein »Guantanamo Bay für Migranten«. Für die »Grünen« und »Die Linke« sind auch Seehofers Vorschläge zu hart. Viele Linke und Grüne sind für »open borders«.


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