Günther Oettinger im EU-Wahn

EU-Kommissar Oettinger will, dass deutsche Bundesminister von Brüssel aus arbeiten

Ist das ernst oder Karikatur? Leider ernst: EU-Kommissar Günther Oettinger möchte, dass die deutschen Minister von Brüssel aus arbeiten. Dort sei was wahre Zentrum, denn die wichtigen Themen würden auf EU-Ebene gelöst, meint er.

Ist das die neue Form des EU-Zentralismus oder schon eine Karikatur dessen?

Der EU-Kommissar Günther Oettinger ist so sehr in der EU-Denkspirale gefangen, dass er doch tatsächlich fordert, deutsche Bundesminister sollten von Brüssel und Luxemburg aus arbeiten, statt von Berlin [siehe Berichte »Bild-Online«, »Focus-Online«].

Oettinger meint, dass die wichtigen Probleme sowie eher auf der EU-Ebene als auf der Ebene der Nationalstaaten gelöst würden. Das würde bedeuten, dass nach seiner Vorstellung auch die Ministerien umziehen müssten. Außerdem wünscht sich Oettinger, dass Staats- und Regierungschefs gemeinsame Auslandsbesuche (z.B. nach China oder in die USA) machen sollten.

Mit seinen weltfremden Aussagen dürfte Oettinger nicht allein stehen. In Brüssel hat sich mittlerweile eine eigene Sicht auf die Welt entwickelt, die sich selbst im Zentrum sieht. EU-Politiker und EU-Lobbyisten handeln zunehmend so, als wären sie die Regierenden Europas.

Sven von Storch

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