Am dem 11. August gilt der Importstopp für russische Kohle

EU droht Kohle-Mangel_ Russland-Sanktionen sind Schuss ins eigene Knie

Bis letztes Jahr importierte die EU rund 45 Prozent ihrer Steinkohle aus Russland! Diese Menge muss nun durch Alternativen ausgeglichen werden. Viele EU-Staaten und Industrien sind damit einem Stresstest ausgesetzt.

Weil einige EU-Staaten wie beispielsweise Polen immer noch massiv von der Steinkohle abhängig sind, und andere EU-Staaten wie Deutschland wieder Kohlekraftwerke hochfahren, um der Energiekrise zu begegnen, hat die EU insgesamt durch den Beschluss, russische Kohle zu boykottieren, sich nun selbst ins eigene Knie geschossen. Denn ab Donnerstag, den 11. August, gilt der Importstopp für russische Kohle [siehe Bericht »n-tv«].

Das Problem: Bis letztes Jahr importierte die EU rund 45 Prozent ihrer Steinkohle aus Russland! Diese Menge muss nun durch Alternativen ausgeglichen werden. Viele EU-Staaten und Industrien sind damit einem Stresstest aussetzt.

Statt kostengünstige Kohle aus Russland zu beziehen, plant man nun verstärkt Importe aus fernen Ländern wie den USA, Indonesien und Australien. Doch die Infrastruktur ist dafür noch gar nicht ausgelegt.

Unterdessen können sich Staaten wie Indien und China über große Mengen kostengünstiger Kohle aus Russland freuen. Europa hat sich erneut ins Abseits manövriert und einen weiteren Wettbewerbsnachteil selbst verschuldet. 

Sven von Storch

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