Nachdem unsere grüne Außenministerin Annalena Baerbock China bereits als »systemischen Rivalen« bezeichnet hat und den chinesischen Außenminister mit Belehrungen brüskiert hatte, legt nun der EU-Außenbeauftragte Josep Borell nach.
Er fordert, dass die EU Kriegsschiffe vor die Küste Chinas schicken solle.
Wörtlich erklärte er [siehe Bericht »Frankfurter Rundschau«] in einem Beitrag für eine französische Zeitung:
»Ich fordere die europäischen Marinen auf, in der Taiwanstraße zu patrouillieren, um Europas Engagement für die Freiheit der Schifffahrt in diesem absolut entscheidenden Bereich unter Beweis zu stellen.«
Für die Chinesen dürfen solche Forderungen ebenso wie die Dreistigkeit der Damen Annalena Baerbock und Ursula von der Leyen ein klares Signal sein, dass Europa sich wieder zu einer Bevormundung Chinas aufschwingt.
Um 1900 haben die Europäer zusammen mit den Amerikanern und Japanern das chinesische Kaiserreich gedemütigt und mit einer gemeinsamen internationalen Armee Peking erobert. Die Deutschen waren ganz vorne mit dabei. Kaiser Wilhelm II. hatte mit seiner Hunnenrede die Stimmung angeheizt.
Die Chinesen haben den Europäern diese Demütigung niemals verziehen. Es ist allgegenwärtig in der kollektiven Erinnerung der Chinesen.
Nun wollen die Europäer wieder China vor der eigenen Küste in die Schranken weisen? Wie soll das in Peking ankommen?
Und Deutschland soll wieder mit hineingezogen werden? Wird der Taiwan-Konflikt bald unser Konflikt sein?


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