Die Nachrichten überschlagen sich. Am 70. Jahrestag der Gründung Israels sollte es ein großer Festtag werden. An diesem Tag wird auch die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt. Benjamin Netanjahu sprach von einem bewegenden Tag. Überall in Jerusalem hängen israelische und amerikanische Fahnen.
Doch dann eskalierte die Lage. Verschiedene Palästinenser-Gruppen hatten bereits im Vorfeld massiven Widerstand angekündigt. Besonders im Gaza-Streifen ist die Situation völlig außer Kontrolle geraten. Bis zum Mittag sollen sich bis zu 35.000 Palästinenser zu Protesten versammelt haben.
Es kam an mehreren Stellen, insbesondere im Grenzbereich des Gaza-Streifens, zu gewaltätigen Eskalationen, bei denen Menschenmassen versuchten, den Grenzstreifen zu durchbrechen. Israelische Sicherheitskräfte haben das Feuer eröffnet. Bis zum Mittag soll es bereits 37 Tote und über 1700 Verletzte gegeben haben (siehe Berichte Focus, n-tv). Seit dem Gaza-Krieg von 2014 hat es keinen Tag mit vergleichbar vielen Todesopfern gegeben.
Nach Angaben der israelischen Armee steckt besonders die Hamas hinter den Ausschreitungen. Es sollen gezielt Grenzdurchbrüche, Massenanstürme und Terroranschläge geplant gewesen sein.


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