Zwischen dem NATO-Staat Türkei und Israel ist derzeit diplomatische Eiszeit. Israel hat seine Diplomaten aus Ankara abgezogen. Auch die USA reagieren empört auf die jüngsten Entwicklungen in der Türkei.
Vorausgegangen waren scharfe Worte des türkischen Präsidenten Erdogan. Er bezeichnete die Militäroperation Israels im Gaza-Streifen als »Massaker« und gibt dem Westen insgesamt Schuld an der Lage im Nahen Osten [siehe Berichte »Welt«, »RT«, »BILD«]. Er sagte unter anderem wörtlich: »Die Türkei werde der Welt beweisen, dass Israel ein Kriegsverbrecher sei.« Außerdem erklärte er, die westlichen Staaten mögen zwar alle Israel etwas schuldig sein, aber die Türkei sei Israel nichts schuldig.
Israel reagierte auf die Äußerungen Erdogans prompt und zog alle Diplomaten aus Ankara.
In Istanbul demonstrierten Hunderttausende auf den Straßen für Palästina, gegen Israel und auch gegen den Westen, die USA, Europa und gegen Deutschland.
Erdogan erklärte, dass die Türkei sich notfalls in den Israel-Palästina-Konflikt einmischen werde. Die Reden und Ansprachen Erdogans in den letzten Tagen sind nicht an die Türken im eigenen Lande gerichtet, sondern auch an die vielen Millionen Auslandstürken und die circa drei Millionen Türken in Deutschland.


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