Evolution ist ein roter Faden der Biologie. Ein Studium der Biologie oder Medizin ist ohne Kenntnisse der synthetischen Evolutionstheorie nicht möglich. Sie erklärt den Artenwandel. Die synthetische Evolutionsbiologe ist die konsistente Erweiterung der klassischen Evolutionslehre von Charles Darwin und Alfred E. Wallace, erweitert durch Erkenntnisse der Genetik (begründet durch Gregor Mendel) und Paläontologie. Auch Medizinforschung basiert auf diesen Grundlagen. Heute sind zehntausende Wissenschaftler in aller Welt mit Details der Evolution beschäftigt.
Das ficht religiöse Fundamentalisten nicht an. Besonders in der islamischen Welt. In Staaten wie Saudi-Arabien oder dem Iran sind solche Lehren tabu. Es ist klar: Naturwissenschaft kratzt am Glauben.
Seitdem Recep Tayyib Erdogan an der Macht ist, hat die Türkei in der Bildungspolitik seine Richtung um 180 Grad gedreht. Anstatt sich darum zu bemühen, den wissenschaftlichen Anschluss an die westliche Welt nicht zu verlieren, entscheidet sich die Regierung von Erdogan für eine Umkehr. Jetzt wird es Schritt für Schritt wie in Saudi-Arabien und dem Iran. Der erste Schritt ist nun, die Evolutionstheorie aus dem Biologieunterricht der Schulen zu verbannen (siehe Berichte t-online, Deutschlandfunk Kultur, ZEIT-Online, FOCUS-Online). Einer der seltsamen Ausflüchte und Gründe ist, die Evolution sei für Schüler zu kompliziert, um sie zu verstehen. Daher reiche es, wenn man an der Universität damit anfange. Nun, die Schüler in Europa, Amerika und Asien beweisen das Gegenteil.


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