Seit Monaten ist die türkische Währung auf dem absteigenden Ast. Doch die Talfahrt beschleunigt sich. In Ankara wächst die Nervosität. Wie unter anderen n-tv berichtete, hat die türkische Lira im Verlauf dieses Jahres bereits ein Fünftel seines ursprünglichen Wertes verloren. Im November wurden die tiefsten Werte seit der Finanzkrise 2008 erreicht.
Die Regierung von Recep Tayyib Erdogan hat daher die Bevölkerung um Unterstüzung gebeten. Die Türken sollten, so wurde gefordert, ausländische Devisen abstoßen und stattdessen türkische Lira kaufen, um die Währung zu stützen. Erdogan will den Handel mit dem Iran, China und Russland in Zukunft ausschließlich in Lira abwickeln.
Seinen Kampf gegen die Devisenspekulationen hat Erdogan wieder einmal in markige Worte gesetzt. Es sei wie der Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS). Doch der Vorwurf, die Spekulationen seien mit Absicht aus dem Ausland gesteuert, um der türkischen Wirtschaft zu schaden, ist keine Verschwörungstheorie. Immer wieder kommt es vor, dass Währungsspekulationen als Waffe gegen unbliebsame Regierungen einsetzt werden.


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