Israel war lange Zeit von Erdgas- und Erdöl-Importen abhängig. Doch mehrere Funde und Erschließungen im östlichen Mittelmeer änderten die Lage.
Begonnen hatte der Wandel mit den Erdgasfeldern vor der Küste des Gaza-Streifens, der nach dem Sechstagekrieg zu Israel kam. Doch seitdem wurden zahlreiche weitere Gasfelder im Mittelmeer entdeckt.
Ein wichtiges Erdgas-Feld ist das Leviathan-Feld im Mittelmeer, das 2010 entdeckt wurde. Sein Umfang könnte dazu beitragen, dass Israel vom Netto-Erdgas-Importeur zum Netto-Erdgas-Exporteur werden könnte. Allerdings führte dies zu Auseinandersetzungen mit dem Libanon in Bezug auf das Thema, zu welchen Anteilen welches Land dort Erdgas fördern darf.
Im Sommer 2022 erklärt EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen, dass die EU eine Energiepartnerschaft mit Israel und Ägypten anstrebe. Ziel sei ein Liefervertrag über Erdgas aus Israel via die Arish-Ashkalaon-Pipeline nach Ägypten. Dort soll es verflüssigt und nach Europa verschifft werden.
Seit dem Russland-Ukraine-Krieg versucht die EU ihre Erdgas-Importe zu diversifizieren, um unabhängiger von Russland zu werden. Israel solle dabei helfen.


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