Man kann schon fast Mitleid mit den Briten haben. Noch vor wenigen Jahrzehnten strotzten sie vor Nationalstolz und schwangen fidel ihre Flagge, während wir Deutschen uns nur beim Fußball trauten Flagge zu zeigen. Es war, als ob Deutschland das einzige Land der Welt sei, das nicht patriotisch sein dürfe.
Doch jetzt ist diese Zurückhaltung ein allgemein westliches Phänomen geworden. In Großbritannien sieht man immer seltener die nationale Flagge, den rot-weiß-blauen »Union Jack«. Wer dennoch diese Flagge im Garten hisst, wird mitunter als Nationalist, Imperialist oder Rassist bezeichnet. Es könnten sich ja die indisch-stämmigen oder pakistanisch-stämmigen oder die links-ideologischen Nachbarn in ihren Gefühlen verletzt fühlen.
Die englischen Fußballfans lieben jedoch ihre England-Fahne, die wie bei den Kreuzrittern das »Saint George's Cross« auf weißem Grund zeigt. Denn im Fußball treten Schottland, Wales, Nordirland und England als Nationen auf.
Jetzt wird den Fans von allen Seiten eingetrichtert, dass das Schwenken dieser stolzen Fahne der Angelsachsen auch bei der Fußball-WM die Gefühle von Menschen anderer Nationen verletzen könnte. Also sollten die Fans dies bitte unterlassen.
Sogar die britische Polizei hat nun die Fans gebeten und davor gewarnt, bei der WM mit den Fahnen herumzuschwenken. Dies teile ein Polizeisprecher der »Times« mit (siehe auch Bericht auf »Breitbart-News«).
Großbritannien vollzieht gerade einen massiven gesellschaftlichen Wandel. Da der Anteil an Migranten unaufhaltsam wächst und die Zahl der autochthonen Briten schrumpft, wird immer mehrt Wert auf »political correctness« gelegt.
Es ist allerdings davon auszugehen, dass es den meisten englischen Fußballfans ziemlich egal sein dürfte, was britische Zeitungen, Behörden und Politiker fordern. Denn die britischen Fans sind recht rustikal und schwenken ihre Fahnen notfalls auch zum Trotz. Sei es ihnen gegönnt.


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