In einer Stellungnahme führender europäischer Kerntechnik-Unternehmen, die der »Welt« vorliegt und über die die »Welt« berichtet, wird argumentiert, dass die sechs zuletzt stillgelegten Kernkraftwerke wieder hergerichtet und bis 2030 wieder ans Netz gehen könnten.
Martin Pache, Geschäftsführer des AKW-Bauers Westinghouse Electric Germany GmbH, erklärte, dass ein Neustart bereits vor 2030 möglich sei, und dass »ohne Abstriche bei der nuklearen Sicherheit«.
Jörg Harren, Geschäftsführer der Urenco Deutschland GmbH, meinte, es sei sinnvoll, sich mit der nuklearen Alternative auseinanderzusetzen. Denn sie sorge gleichermaßen für Klimaschutz, Energiesicherheit und mache Deutschland weniger vom Ausland abhängig. Die Versorgung mit Brennstäben sei möglich.
Frank Apel, Vorstandsvorsitzender der kerntechnischen Gesellschaft (KTG), erklärte, dass die deutsche Fachcommunity in der Kerntechnik eine Wiederinbetriebnahme der sicheren Kernkraftwerke nachdrücklich unterstütze.
Berater der renommierten Boston Consulting Group (BCG) sind in einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Studie zur Energiewende zum Schluss gekommen, dass der Wiedereinstieg in die Kernkraft die Energiepreise in Deutschland nachhaltig drücken könnte.
Widerstand gibt es von der SPD und den Grünen. Die Union ist wankelmütig. Die großen AKW-Betreiber E.on, EnBW und Vattenfall sind kritisch gegenüber einem Neueinstieg, weil der politische Zickzackkurs keine Planungssicherheit gibt.


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