Der Chef der Bundesarbeitsagentur hatte gefordert, dass man rund 400.000 Migranten pro Jahr brauche, um dem Arbeitskräftemangel und dem demographischen Wandel zu begegnen. Die FDP greift solche Forderungen unreflektiert auf und spricht sie wie ein Papagei nach.
So schließt sich der neue FDP-Fraktionsvorsitzende Christian Dürr der Meinung der Bundesagentur für Arbeit an und fordert ebenfalls die Massenimmigration von 400.000 Menschen pro Jahr [siehe Bericht »Epoch Times«]. Zu den 400.000 sagte Dürr: »Ich halte diese Zahl für realistisch.«
Er fängt dann mit den altbekannten Argumenten an: Deutschland sei zu alt, Deutschland müsse ein Einwanderungsland werden, Deutschland müsse weiterhin Asyl gewähren. Er selbst erkennt jedoch das Problem an, dass ein großer Teil der Asylsuchenden nicht für den deutschen Arbeitsmarkt geeignet sei. Er möchte, dass Deutschland so ein attraktives Einwanderungsland wie Kanada oder Australien werde.
Doch wie realistisch ist das? Wie viele Kanadier, US-Amerikaner, Schweizer, Australier, Neuseeländer, Schweden und Norweger stehen in den Startlöchern, um ihr Glück in Deutschland zu suchen? Und aus wie vielen Ländern werden Berufsabschlüsse und Berufserfahrungen anerkannt? Wenn jemand in Argentinien jahrelang Autos repariert hat, heißt das noch lange nicht, dass er als KFZ-Mechatroniker in Deutschland anerkannt wird. Wer Lehrer in den USA war, kann noch lange nicht in den Schuldienst eines Bundeslandes übernommen werden. In Deutschland ist man in dieser Hinsicht so unflexibel, dass es nicht einmal möglich ist, deutschen Staatsbürgern den schnellen Wechsel von einem Beruf in den anderen zu ermöglichen, weil ein Rattenschwanz an Zertifikaten und Qualifikationen verlangt wird.
Der Autor dieser Zeilen erinnert sich an die Aussagen eines Briten, der sich beschwerte, dass in Deutschland nicht zähle, was man könne, sondern nur, was man auf dem Papier habe. Und ausgerechnet dieses Deutschland soll attraktiv für ausländische Arbeitnehmer werden? Die FDP hat sich von der Realität verabschiedet.


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