Der massive Schlag aus dem Iran mit über 500 Raketen auf Israel, von denen zahlreiche den Schutzschild des Iron Dome durchbrachen, hat Bilder des Schreckens verbreitet. Die Stimmung ist in Israel, im Libanon, in den Palästinensergebieten und im Iran aufgeheizt. Der Iran verteidigt seinen Gewaltakt auf Israel als Reaktion auf die Liquidierung von hohen Hisbollah-Funktionären und den Attacken auf die Pager und Funkgeräte vieler Hisbollah-Mitglieder, die dadruch verletzt und getötet wurden.
Umgekehrt wächst in Israel der Drang auf einen Gegenschlag, um im Iran und im Libanonen aufzuräumen. Die USA scheinen Israel in dieser Frage mehr und mehr freie Hand zu lassen. So werde beispielsweise zwischen den USA und Israel diskutiert, einen Angriff auf iranische Atomanlagen durchzuführen [siehe Bericht »Welt«]. Die noch regierende Biden-Administration hat wohl auch grünes Licht für eine eventuelle israelische Bodeninvasion im Libanon gegen die Hisbollah gegeben.
Der für einen US-ThinkTank arbeitende Nahost-Experte Bilal Saab erklärt: »Israel sieht hier eine einmalige Gelegenheit, all seinen Gegnern zu schaden und ihnen möglicherweise einen tödlichen Schlag zu versetzen« [siehe Bericht »n-tv«].
Israelische Regierungssprecher haben bereits einen massiven Gegenschlag angekündigt. Offenbar wächst auf beiden Seiten jetzt die Bereitschaft zur Eskalation, um eine Entscheidung herbeizuführen.


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